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Von Mäusen und Menschen: "Mama-Rufe"
ähneln sich
Mäusebabys können
zwar nicht "Mama" rufen, meinen mit ihrem flehentlichen
Piepsen aber das Gleiche. Ihre Rufe besitzen außerdem eine
Schall-Struktur, die der des Menschen sehr ähnlich ist.
(jkm) - Günther Ehret von
der Universität Ulm und Sabine Riecke von der Universität
Konstanz folgern daraus, dass die Rufe von Mensch und Maus gemeinsame
evolutionäre Wurzeln haben.
Das Forscher-Duo hatte die Rufe
von Mäusebabys aufgezeich- net, die aus dem Nest gefallen
waren oder ihre Mutter vermiss- ten. Diese Laute zerlegten Ehret
und Riecke in einzelne Frequen- zen und spielten sie den Mäuseweibchen
in elf unterschiedlichen Kombinationen vor.
Nach der Beobachtung der Forscher
können die Mäusebabys am ehesten mit einer Reaktion
der Mutter rechnen, wenn sich ihr Ruf aus einer Kombination dreier
Laute in den tiefen Frequenzen von 3,8, 7,6 und 11,4 Kilohertz
zusammensetzt.
Diese Beobachtung überrascht,
denn eigentlich können Mäuse höhere Frequenzen
über zwölf Kilohertz besser hören.
Vergleiche zeigen, dass auch menschliche
Säuglinge eher tiefe Frequenzen wählen, wenn sie nach
ihrer Mutter rufen. Die Forscher sind möglicherweise universellen
Urlauten auf die Spur gekommen, die alle Säugetiere teilen.
Zumindest wird die Schall-Struktur
der kindlichen Rufe von tierischen und menschlichen Gehirnen sehr
ähnlich verarbeitet und interpretiert.
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