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- 02.01.2002 -

 

 

 

 

 


 

Von Mäusen und Menschen: "Mama-Rufe" ähneln sich

Mäusebabys können zwar nicht "Mama" rufen, meinen mit ihrem flehentlichen Piepsen aber das Gleiche. Ihre Rufe besitzen außerdem eine Schall-Struktur, die der des Menschen sehr ähnlich ist.

(jkm) - Günther Ehret von der Universität Ulm und Sabine Riecke von der Universität Konstanz folgern daraus, dass die Rufe von Mensch und Maus gemeinsame evolutionäre Wurzeln haben.

Das Forscher-Duo hatte die Rufe von Mäusebabys aufgezeich- net, die aus dem Nest gefallen waren oder ihre Mutter vermiss- ten. Diese Laute zerlegten Ehret und Riecke in einzelne Frequen- zen und spielten sie den Mäuseweibchen in elf unterschiedlichen Kombinationen vor.

Nach der Beobachtung der Forscher können die Mäusebabys am ehesten mit einer Reaktion der Mutter rechnen, wenn sich ihr Ruf aus einer Kombination dreier Laute in den tiefen Frequenzen von 3,8, 7,6 und 11,4 Kilohertz zusammensetzt.

Diese Beobachtung überrascht, denn eigentlich können Mäuse höhere Frequenzen über zwölf Kilohertz besser hören.

Vergleiche zeigen, dass auch menschliche Säuglinge eher tiefe Frequenzen wählen, wenn sie nach ihrer Mutter rufen. Die Forscher sind möglicherweise universellen Urlauten auf die Spur gekommen, die alle Säugetiere teilen.

Zumindest wird die Schall-Struktur der kindlichen Rufe von tierischen und menschlichen Gehirnen sehr ähnlich verarbeitet und interpretiert.


© ArtToday

 

 

 

 

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