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- 08.11.2005 -

 

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Weltenergieverbrauch steigt weiter an

Die Internationale Energieagentur rechnet in den nächsten 25 Jahren mit einer explodierenden Ölnachfrage und einer starken Zunahme klimaschädigender Abgase. Aber auch die erneuerbaren Energien sind weltweit auf dem Vormarsch.

(vv) - Die Internationale Energieagentur (IEA) prognostiziert in ihrem Weltenergieausblick (World Energy Outlook), dass die weltweite Energienachfrage bis 2030 um mehr als 50 Prozent steigen wird. Die Abhängigkeit der Industrienationen, aber auch von China und Indien, von Importen aus dem Mittleren Osten und Nordafrika werde weiter zunehmen. Um die boomende Energienachfrage zu befriedigen, müssten die Ölproduzenten über diesen Zeitraum 17 Billionen Dollar in ihre Anlagen investieren. Andernfalls sei mit weiter rasant steigenden Preisen zu rechnen.

Ohne einen sparsameren Umgang mit Erdöl werde auch der Ausstoss von Treibhausgasen bis 2030 um 52 Prozent zunehmen, warnt die IEA. "Wir müssen an diesen Resultaten etwas ändern und den Planeten auf einen nachhaltigen Energiepfad führen", schreibt die Energieagentur - und fordert: "Wesentlich radikalere Aktionen und bahnbrechende technologische Entwicklungen sind notwendig, um diese Trends umzukehren."

Erneuerbare Energien weltweit auf Vormarsch

Es gibt aber auch Grund zur Hoffnung: Nie zuvor ist so viel Geld in erneuerbare Energien investiert worden wie im vergangenen Jahr. Auf der internationalen Konferenz für erneuerbare Energien (BIREC 2005) in Peking berichtete das Worldwatch-Institut von weltweiten Investitionen in Höhe von 30 Mill. Dollar. Führende Nationen seien Deutschland bei der Fotovoltaik und der Windenergie, Spanien und Dänemark bei der Windkraft, Brasilien bei Biotreibstoffen und China bei der Wassererhitzung durch Sonnenkollektoren, Indien (Wind- und Sonnenenergie, Biomasse), Japan (Fotovoltaik) und die USA. Erneuerbare Energien sind zu einem großen Geschäft geworden, heißt es in dem Weltbericht zu erneuerbaren Energien, den das REN21-Netzwerk in Peking veröffentlichte.

Auch Bundesumweltminister Jürgen Trittin zitierte in seiner Eröffnungsrede zur Pekinger Konferenz aus dem Bericht:

  • "Weltweit sind heute über 160 GW elektrische Leistung aus erneuerbaren Energien installiert. Das entspricht etwa 4% der globalen Energiebereitstellung.
  • Mehr als 1,7 Millionen Menschen arbeiten im Bereich der erneuerbaren Energien.
  • 16 Millionen Haushalte nutzen Biogas. Mehr als 2 Millionen Haushalte erhalten durch Fotovoltaik erstmals Strom.
  • 48 Länder haben weltweit Förderinstrumente für erneuerbare Energien entwickelt. 32 haben Einspeisegesetze erlassen. Einspeisegesetze eröffnen neue Massenmärkte für erneuerbare Energien. Sie sind wichtig, um diese ambitionierten Technologien für viele Menschen erschwinglich zu machen. In Deutschland halbierte sich so in wenigen Jahren der Preis für eine Fotovoltaikanlage.
  • Internationale Organisationen wie die Weltbank haben neue Förderprojekte entwickelt. Viele Staaten konzentrieren ihre Entwicklungszusammenarbeit stärker auf Erneuerbare. Allein Deutschland vergab im vergangenen Jahr mehr als 500 Mio. € für Energieprojekte, davon jeweils etwa die Hälfte für erneuerbare Energien und Energieeffzienz."

 

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© ArtToday

Der weltweite Energieverbrauch steigt weiter an.

 

 Mehr Informationen:

IEA: World Energy Outlook 2005

REN21: "Renewables 2005: Global Status Report"

BIREC 2005

Pressespiegel: Die Welt - taz - Frankfurter Rundschau - Handelsblatt - NZZ

 

 Lesen Sie auch:

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