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Weltenergieverbrauch steigt weiter an
Die Internationale Energieagentur rechnet in
den nächsten 25 Jahren mit einer explodierenden Ölnachfrage
und einer starken Zunahme klimaschädigender Abgase. Aber
auch die erneuerbaren Energien sind weltweit auf dem Vormarsch.
(vv) - Die Internationale Energieagentur (IEA) prognostiziert
in ihrem Weltenergieausblick (World
Energy Outlook), dass die weltweite Energienachfrage bis 2030
um mehr als 50 Prozent steigen wird. Die Abhängigkeit der
Industrienationen, aber auch von China und Indien, von Importen
aus dem Mittleren Osten und Nordafrika werde weiter zunehmen.
Um die boomende Energienachfrage zu befriedigen, müssten
die Ölproduzenten über diesen Zeitraum 17 Billionen
Dollar in ihre Anlagen investieren. Andernfalls sei mit weiter
rasant steigenden Preisen zu rechnen.
Ohne einen sparsameren Umgang mit Erdöl werde auch der Ausstoss
von Treibhausgasen bis 2030 um 52 Prozent zunehmen, warnt die
IEA. "Wir müssen an diesen Resultaten etwas ändern
und den Planeten auf einen nachhaltigen Energiepfad führen",
schreibt die Energieagentur - und fordert: "Wesentlich radikalere
Aktionen und bahnbrechende technologische Entwicklungen sind notwendig,
um diese Trends umzukehren."
Erneuerbare Energien weltweit auf Vormarsch
Es gibt aber auch Grund zur Hoffnung: Nie zuvor ist so viel Geld
in erneuerbare Energien investiert worden wie im vergangenen Jahr.
Auf der internationalen Konferenz für erneuerbare Energien
(BIREC 2005) in Peking berichtete das Worldwatch-Institut von
weltweiten Investitionen in Höhe von 30 Mill. Dollar. Führende
Nationen seien Deutschland bei der Fotovoltaik und der Windenergie,
Spanien und Dänemark bei der Windkraft, Brasilien bei Biotreibstoffen
und China bei der Wassererhitzung durch Sonnenkollektoren, Indien
(Wind- und Sonnenenergie, Biomasse), Japan (Fotovoltaik) und die
USA. Erneuerbare Energien sind zu einem großen Geschäft
geworden, heißt es in dem Weltbericht
zu erneuerbaren Energien, den das REN21-Netzwerk in Peking
veröffentlichte.
Auch Bundesumweltminister Jürgen Trittin zitierte in seiner
Eröffnungsrede
zur Pekinger Konferenz aus dem Bericht:
- "Weltweit sind heute über 160 GW elektrische Leistung
aus erneuerbaren Energien installiert. Das entspricht etwa 4%
der globalen Energiebereitstellung.
- Mehr als 1,7 Millionen Menschen arbeiten im Bereich der erneuerbaren
Energien.
- 16 Millionen Haushalte nutzen Biogas. Mehr als 2 Millionen
Haushalte erhalten durch Fotovoltaik erstmals Strom.
- 48 Länder haben weltweit Förderinstrumente für
erneuerbare Energien entwickelt. 32 haben Einspeisegesetze erlassen.
Einspeisegesetze eröffnen neue Massenmärkte für
erneuerbare Energien. Sie sind wichtig, um diese ambitionierten
Technologien für viele Menschen erschwinglich zu machen.
In Deutschland halbierte sich so in wenigen Jahren der Preis
für eine Fotovoltaikanlage.
- Internationale Organisationen wie die Weltbank haben neue
Förderprojekte entwickelt. Viele Staaten konzentrieren
ihre Entwicklungszusammenarbeit stärker auf Erneuerbare.
Allein Deutschland vergab im vergangenen Jahr mehr als 500 Mio.
€ für Energieprojekte, davon jeweils etwa die Hälfte
für erneuerbare Energien und Energieeffzienz."
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