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Konferenz zu erneuerbaren Energien in Peking
Eine Konferenz in Peking wird in der kommenden
Woche über den aktuellen Stand der weltweiten Entwicklungen
der erneuerbaren Energien diskutieren.
(vv) - Am 7. und 8. November wird in Peking die internationale
Konferenz zum weltweiten Ausbau der erneuerbaren Energien stattfinden.
Die Konferenz wird sich vor allem mit dem Stand des Ausbaus erneuerbarer
Energien sowie mit den Themen Technologietransfer und Entwicklungsfragen
befassen. Bundesumweltminister Jürgen Trittin (Grüne),
der an der Konferenz teilnehmen wird, sagte: "Die erneuerbaren
Energien sind auf der ganzen Welt auf dem Vormarsch. Mit der Konferenz
in Peking setzen wir ein Signal für eine nachhaltige Entwicklung
weltweit sowie für den globalen Klimaschutz."
Die Konferenz in Peking ist das offizielle Folgetreffen der Bonner
"renewables2004". In Bonn war ein internationales Aktionsprogramm
zum Ausbau der erneuerbaren Energien mit knapp 200 Einzelmaßnahmen
und Verpflichtungen verabschiedet werden. In Peking soll jetzt
eine erste Bilanz über die Umsetzung dieses Programms gezogen
werden.
Zu der "Beijing International Renewable Energy Conference"
(Birec 2005) werden nach Angaben des Bundesumweltministeriums
(BMU) mehr als tausend Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus über
hundert Ländern erwartet, darunter dreißig Minister,
Vertreter internationaler Organisationen, der Wissenschaft und
der Industrie. Neben dem Konferenzprogramm finden auch zahlreiche
Foren zu Fragen der Wirtschaft, Technologie und Entwicklung statt.
Die Konferenz wird von der chinesischen Regierung mit Unterstützung
der Bundesregierung, der EU-Kommission und der Vereinten Nationen
ausgerichtet.
China hatte sich auf der "renewables2004" in Bonn verpflichtet,
bis 2010 60 Gigawatt (GW) Kapazität aus erneuerbaren Energien
zu installieren. Das ist laut BMU das 10-fache der heutigen AKW-Kapazität
Chinas und das 30-fache der Kapazität, die die drei neuen
Atomkraftwerke ins Netz einspeisen können, die China bis
2010 fertig gestellt haben will. China will bis 2010 10 Prozent
der Stromerzeugung und 5 Prozent des Primärenergieverbrauchs
aus erneuerbaren Energien bereitstellen. Bereits im Februar dieses
Jahres hat China nach dem Vorbild des deutschen Erneuerbare-Energien-Gesetzes
(EEG) ein Gesetz zur Förderung der Erneuerbaren verabschiedet.
Bundesumweltminister Jürgen Trittin: "Mit dem Bonner
Aktionsprogramm leisten wir einen gewichtigen Beitrag zur Lösung
der globalen Herausforderungen Armut und Klimawandel. Wir können
das Problem der Armut nur lösen, wenn wir Umwelt und Entwicklung
verbinden. Die erneuerbaren Energien sind die treibende Kraft
für Entwicklung." Trittin wies darauf hin, dass die
vollständige Umsetzung des Bonner Aktionsprogramms den weltweiten
Ausstoß von Kohlendioxid bis 2015 um rund 5 Prozent senke.
Das Programm führe zu Investitionen in Höhe von rd.
320 Mrd. US-Dollar. Bis zu 300 Millionen Menschen erhielten dadurch
erstmals Zugang zu Strom.
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