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Zugdrachen sollen Schiffe ziehen und Treibstoff sparen
Lenkdrachen könnten schon bald Frachtschiffe
und Yachten mit der Kraft des Windes übers Wasser ziehen
und so Treibstoff sparen.
Hamburg (vv) - Frachtschiffe sollen sich in Zukunft mit einem
zusätzlichen Zugdrachen-Antrieb umweltschonend und ressourcensparend
über die Meere bewegen. Nach fast vierjähriger Entwicklungsarbeit
hat das Hamburger Unternehmen SkySails am Montag auf der Ostsee
vor Wismar den verkleinerten Prototypen eines solchen Antriebssystems
erstmals öffentlich getestet. Auf dem 15 Meter langen und
18 Tonnen schweren Testschiff "Jan Luiken" werden derzeit
Zugdrachen mit einer Größe zwischen 20 und 40 Quadratmetern
erprobt, dabei seien mit Windkraft höhere Geschwindigkeiten
erreicht worden als mit dem herkömmlichen Diesel-Schiffsantrieb.
Laut SkySails könnten Frachtschiffe mit dem vollautomatischen
Zugdrachensystem bis zu 50% Treibstoffkosten einsparen oder schneller
ans Ziel kommen. Während des Fluges übernimmt ein Autopilot
die automatische Steuerung des Drachens, der in bis zu 500 Metern
Flughöhe meist optimale und stabile Windbedingungen vorfindet.
Bei konsequenten Einsatz der Technologie wäre es nach den
Angaben möglich, jährlich bis zu 150 Millionen Tonnen
Kohlendioxid einzusparen. Dies entspräche 1-2% der globalen
Menge an ausgestoßenen Treibhausgasen.

© SkySails GmbH
An mehreren hundert Meter langen Seilen
soll der Drachen vor Frachtschiffe gespannt werden.
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Ab 2006 erste Superyachten mit SkySails
Bereits im nächsten Jahr sollen die ersten Yachten mit
dem System ausgerüstet werden und 2007 ein erster Frachter
mit Drachen über die Weltmeere gleiten. Ein System für
Luxusyachten sei ab 150.000 Euro erhältlich. Für Frachtschiffe
amortisiert sich die Investition nach Angaben des Unternehmens
nach drei bis fünf Jahren. Für einen 160 Meter langen
Frachter ließen sich pro Jahr Treibstoffkosten in Höhe
von rund 500.000 Euro einsparen.
SkySails rechnet damit, dass weltweit 40.000 Handelsschiffe mit
dem System ausgerüstet werden könnten. Bis zum Jahr
2013 will das Hamburger Unternehmen mindestens 1,5% der Welthandelsflotte
und etwa 250 Superyachten mit dem international zum Patent angemeldeten
Windantrieb ausgestattet haben.
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