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- 22.09.2005 -

 

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Strom aus dem Meer

Die in den Weltmeeren schlummernden Energiereserven sind gewaltig. Experten schätzen, dass Wellenkraftwerke rund fünfzehn Prozent des globalen Strombedarfs decken könnten. Nach erfolgreichen Tests an Pilotanlagen sollen jetzt erste kommerzielle Kraftwerke folgen.

(vv) - Beständig wechseln in vielen Meeren Ebbe und Flut und setzen riesige Wassermassen in Bewegung. Mit Meeresströmungs-Kraftwerken können diese als erneuerbare Energiequelle zur Stromerzeugung genutzt werden. Die ZDF-Sendung "Abenteuer Wissen" zeigte jetzt Kraftwerke, die die Wellen- und Gezeitenenergie nutzen.

Wolf von Lojewski stellte u.a. die "Seaflow"-Pilotanlage vor, die 2003 im Rahmen eines britisch-deutschen Forschungsprojekts vor der englischen Küste in Betrieb genommen wurde. Die Anlage ähnelt einer Windenergieanlage - doch der Rotor dreht unter Wasser.

 


© Marine Current Turbines

Zukunftsvision: Mehrere "Seaflow"-Anlagen könnten einmal einen solchen Kraftwerkspark unter Wasser bilden.

 

Seeschlangen und Wellendrachen

Vor den schottischen Orkney Inseln schwimmt seit August letzten Jahres eine 120 Meter lange rote Stahlschlange. Noch ist "Pelamis" im Test, aber schon bald soll die erste Anlage vor der portugiesischen Küste kommerziell eingesetzt werden.

Entwickelt mit EU-Geldern und zahlreichen Partnern aus Deutschland, Portugal, Österreich und Großbritannien soll ab 2006 vor der Westküste von Wales der "Wave-Dragon" bis zu sieben Megawatt Strom gewinnen. Genug für rund 5000 Haushalte. Ein Prototyp wird derzeit in einem dänischen Fjord getestet.

Wellenkraft könnte 15 Prozent des globalen Strombedarfs decken

Die in den Weltmeeren schlummernden Energiereserven sind gewaltig. Experten des Weltenergierates in London schätzen, dass Wellenkraftwerke rund fünfzehn Prozent des globalen Strombedarfs decken könnten. Ideale Standorte finden sich in Meeresbuchten, Meerengen und zwischen Inseln. Zwar sind sie an deutschen Küstengewässern kaum zu finden, aber allein für Europa sind etwa 100 geeignete Standorte mit einem Potenzial von 12 Gigawatt bekannt. Und laut einer Untersuchung, die im Januar 2005 erschien, entspricht das Potenzial der Wellenkraft an den Küsten der USA ungefähr dem Gesamtoutput aller US-Kohlekraftwerke.

Da sie weniger sichtbar als Offshore-Windparks ist, nicht so viel Fläche benötigt und Meeresbewohner weniger stört, schadet die Wellenkraft auch der Umwelt relativ wenig - und das mit relativ geringen Investitionen.

 

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 Mehr Informationen:

ZDF Abenteuer Wissen: Meereskraftwerke: Einsatz vor der Küste

Technology Review: Strom aus dem Ozean

Morgenwelt: Mehr Strom aus Flut und Wellen

Wikipedia: Wellenkraftwerk - Gezeitenkraftwerk

Uni Leipzig: Wellenenergie

 

 Lesen Sie auch:

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