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- 23.06.2005 -

 

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Steigende Umweltbelastung durch Flugverkehr

Der Naturschutzbund NABU hat zum Beginn der Sommerferien vor der steigenden Umwelt- und Lärmbelastung durch Flugverkehr gewarnt und eine Besteuerung von Kerosin gefordert.

(vv) - "Fliegen belastet die Umwelt besonders stark mit Schadstoffen und Lärm. Mit einem Urlaubsflug nach Teneriffa wird das Klima ähnlich stark geschädigt wie durch ein Jahr Autofahren", sagte NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller. Die derzeitige Ungleichbehandlung von Flug- und Schienenverkehr verzerre den Wettbewerb zu Ungunsten umweltfreundlicher Verkehrsträger, so Miller. Der Flugverkehr trage derzeit rund 12 Prozent zu den verkehrsbedingten CO2-Emissionen bei, sei aber von jeglicher Energiesteuer befreit.

Nach Auffassung des NABU sei zum Schutz des Klimas die Einführung einer Kerosinsteuer, die Berechnung der Ökosteuer sowie die Aufhebung der Umsatzsteuerbefreiung im grenzüberschreitenden Flugverkehr dringend erforderlich. Eine Öko-Abgabe könne beispielsweise den Druck auf Flugzeughersteller und Airlines erhöhen, sparsamere Modelle zu bauen und einzusetzen. "Auch in der Luft gibt es ein enormes Effizienzpotenzial. Es muss nur einen Anreiz geben, veraltete Jets, die übermäßig Abgase und Lärm ausstoßen, aus dem Verkehr zu ziehen", forderte Miller.

Millionen Menschen vom Fluglärm betroffen

Darüber hinaus müsse die Belastung der Bevölkerung durch den Flugverkehr durch ein neues Fluglärmgesetz mit schärferen Grenzwerten und die Durchsetzung wirksamer Nachtflugverbote verringert werden. "Rund 30 Millionen Menschen sind in Deutschland vom Fluglärm betroffen", betonte Miller. Nach Angaben des Instituts für Wirtschaftspolitik und Wirtschaftsforschung der Universität Karlsruhe entstehen der Volkswirtschaft durch Lärm und Abgase aus dem Flugverkehr jährlich Schäden in Milliardenhöhe. Allein dem Bundesfinanzminister entgehen wegen der Befreiung von der Mineralölsteuer, der Ökosteuer, und der Mehrwertsteuer auf internationale Flugtickets jährlich Einnahmen von über fünf Milliarden Euro.

 

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NABU

 

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