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Steigende Umweltbelastung durch Flugverkehr
Der Naturschutzbund NABU hat zum Beginn der
Sommerferien vor der steigenden Umwelt- und Lärmbelastung
durch Flugverkehr gewarnt und eine Besteuerung von Kerosin gefordert.
(vv) - "Fliegen belastet die Umwelt besonders stark mit
Schadstoffen und Lärm. Mit einem Urlaubsflug nach Teneriffa
wird das Klima ähnlich stark geschädigt wie durch ein
Jahr Autofahren", sagte NABU-Bundesgeschäftsführer
Leif Miller. Die derzeitige Ungleichbehandlung von Flug- und Schienenverkehr
verzerre den Wettbewerb zu Ungunsten umweltfreundlicher Verkehrsträger,
so Miller. Der Flugverkehr trage derzeit rund 12 Prozent zu den
verkehrsbedingten CO2-Emissionen bei, sei aber von jeglicher Energiesteuer
befreit.
Nach Auffassung des NABU sei zum Schutz des Klimas die Einführung
einer Kerosinsteuer, die Berechnung der Ökosteuer sowie die
Aufhebung der Umsatzsteuerbefreiung im grenzüberschreitenden
Flugverkehr dringend erforderlich. Eine Öko-Abgabe könne
beispielsweise den Druck auf Flugzeughersteller und Airlines erhöhen,
sparsamere Modelle zu bauen und einzusetzen. "Auch in der
Luft gibt es ein enormes Effizienzpotenzial. Es muss nur einen
Anreiz geben, veraltete Jets, die übermäßig Abgase
und Lärm ausstoßen, aus dem Verkehr zu ziehen",
forderte Miller.
Millionen Menschen vom Fluglärm betroffen
Darüber hinaus müsse die Belastung der Bevölkerung
durch den Flugverkehr durch ein neues Fluglärmgesetz mit
schärferen Grenzwerten und die Durchsetzung wirksamer Nachtflugverbote
verringert werden. "Rund 30 Millionen Menschen sind in Deutschland
vom Fluglärm betroffen", betonte Miller. Nach Angaben
des Instituts für Wirtschaftspolitik und Wirtschaftsforschung
der Universität Karlsruhe entstehen der Volkswirtschaft durch
Lärm und Abgase aus dem Flugverkehr jährlich Schäden
in Milliardenhöhe. Allein dem Bundesfinanzminister entgehen
wegen der Befreiung von der Mineralölsteuer, der Ökosteuer,
und der Mehrwertsteuer auf internationale Flugtickets jährlich
Einnahmen von über fünf Milliarden Euro.
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