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- 21.06.2005 -

 

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Neue Marktübersicht zu Ökostromangeboten

Nur wenige Verbraucher nutzen die Möglichkeit, ihren Stromanbieter zu wechseln und mit dem Bezug von Ökostrom einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Eine neue Marktübersicht will dies nun ändern.

(vv) - Ab sofort ist eine neue Marktübersicht zu Ökostromangeboten online verfügbar. Drei bundesweite und 81 regional verfügbare Ökostromangebote erfüllen die Kriterien der Initiative für nachhaltigen Konsum "EcoTopTen", die das Öko-Institut initiiert hat. Grüner Strom trage dazu bei, dass die Stromproduktion in Europa umweltfreundlicher werde und das bei Kosten, die maximal 20 Prozent höher liegen als der Durchschnittspreis für konventionellen Strom, teilte das Öko-Institut am Dienstag mit.

Laut einer aktuellen Forsa-Umfrage wünschen 62 Prozent der Bundesbürger einen noch stärkeren Ausbau der erneuerbaren Energien. Dennoch nutzen laut Öko-Institut bis heute nur wenige die seit 1998 bestehende Möglichkeit, ihren bisherigen Stromanbieter zu wechseln und mit dem Bezug von Ökostrom selbst einen Beitrag dazu zu leisten. Neben der Furcht, die Stromversorgung sei nicht kontinuierlich gewährleistet, würden viele vor dem Dschungel der Angebote und Tarife zurückschrecken. Außerdem glaubten viele, Ökostrom sei zu teuer und der Wechsel zu einem neuen Stromanbieter zu kompliziert. "Dabei ist der Wechsel ganz einfach", versicherte Martin Möller, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Öko-Institut. "Es reicht ein Antrag bei dem gewünschten grünen Stromlieferanten, dieser erledigt dann alles Weitere. Man braucht weder neue Zähler noch neue Leitungen und sitzt auch während des Wechsels nicht im Dunkeln."

Das Institut empfiehlt Ökostromangebote, die mit dem ok-power-Label oder dem Grüner Strom Label in Gold zertifiziert sind. Diese beiden Label garantierten, dass der Bau neuer umweltfreundlicher Kraftwerke über die staatliche Förderung, insbesondere über das Erneuerbare-Energien-Gesetz EEG, hinaus unterstützt werde. Mit dem Bezug von "EcoTopTen"-Strom trügen die Verbraucher dazu bei, dass der Anteil regenerativer Energiequellen - wie Biomasse, Wasser-, Wind- und Sonnenenergie sowie effiziente gasbetriebene Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen - am Strommix weiter zunehme. Kernenergie und Strom aus Kohlekraftwerken sind bei "EcoTopTen" grundsätzlich ausgeschlossen.

Weiteres Strom-Auskunftsportal geht ans Netz

Ebenfalls am Dienstag ging das Auskunftsportal "Stromauskunft.de" ans Netz. Nach eigenen Angaben bietet es Endverbrauchern und Gewerbekunden einen kostenlosen und vollständigen Überblick über den deutschen Strommarkt. Der Nutzer müsse lediglich seinen Jahresverbrauch in kWh und seine PLZ eingeben und erhalte einen Überblick über alle an seinem Standort verfügbaren Angebote. Ökostromangebote werden dabei besonders gekennzeichnet. Eine Bewertung, wie bei der "EcoTopTen"-Kampagne, findet jedoch nicht statt.

 

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© Öko-Institut

Die EcoTopTen-Kampagne benennt umweltbewusste Qualitätsprodukte.

 

 Mehr Informationen:

EcoTopTen

Stromauskunft.de

 

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