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Neue Marktübersicht zu Ökostromangeboten
Nur wenige Verbraucher nutzen die Möglichkeit,
ihren Stromanbieter zu wechseln und mit dem Bezug von Ökostrom
einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Eine neue Marktübersicht
will dies nun ändern.
(vv) - Ab sofort ist eine neue Marktübersicht zu Ökostromangeboten
online verfügbar. Drei bundesweite und 81 regional verfügbare
Ökostromangebote erfüllen die Kriterien der Initiative
für nachhaltigen Konsum "EcoTopTen", die das Öko-Institut
initiiert hat. Grüner Strom trage dazu bei, dass die Stromproduktion
in Europa umweltfreundlicher werde und das bei Kosten, die maximal
20 Prozent höher liegen als der Durchschnittspreis für
konventionellen Strom, teilte das Öko-Institut am Dienstag
mit.
Laut einer aktuellen Forsa-Umfrage wünschen 62 Prozent der
Bundesbürger einen noch stärkeren Ausbau der erneuerbaren
Energien. Dennoch nutzen laut Öko-Institut bis heute nur
wenige die seit 1998 bestehende Möglichkeit, ihren bisherigen
Stromanbieter zu wechseln und mit dem Bezug von Ökostrom
selbst einen Beitrag dazu zu leisten. Neben der Furcht, die Stromversorgung
sei nicht kontinuierlich gewährleistet, würden viele
vor dem Dschungel der Angebote und Tarife zurückschrecken.
Außerdem glaubten viele, Ökostrom sei zu teuer und
der Wechsel zu einem neuen Stromanbieter zu kompliziert. "Dabei
ist der Wechsel ganz einfach", versicherte Martin Möller,
wissenschaftlicher Mitarbeiter am Öko-Institut. "Es
reicht ein Antrag bei dem gewünschten grünen Stromlieferanten,
dieser erledigt dann alles Weitere. Man braucht weder neue Zähler
noch neue Leitungen und sitzt auch während des Wechsels nicht
im Dunkeln."
Das Institut empfiehlt Ökostromangebote, die mit dem ok-power-Label
oder dem Grüner Strom Label in Gold zertifiziert sind. Diese
beiden Label garantierten, dass der Bau neuer umweltfreundlicher
Kraftwerke über die staatliche Förderung, insbesondere
über das Erneuerbare-Energien-Gesetz EEG, hinaus unterstützt
werde. Mit dem Bezug von "EcoTopTen"-Strom trügen
die Verbraucher dazu bei, dass der Anteil regenerativer Energiequellen
- wie Biomasse, Wasser-, Wind- und Sonnenenergie sowie effiziente
gasbetriebene Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen - am Strommix
weiter zunehme. Kernenergie und Strom aus Kohlekraftwerken sind
bei "EcoTopTen" grundsätzlich ausgeschlossen.
Weiteres Strom-Auskunftsportal geht ans Netz
Ebenfalls am Dienstag ging das Auskunftsportal "Stromauskunft.de"
ans Netz. Nach eigenen Angaben bietet es Endverbrauchern und Gewerbekunden
einen kostenlosen und vollständigen Überblick über
den deutschen Strommarkt. Der Nutzer müsse lediglich seinen
Jahresverbrauch in kWh und seine PLZ eingeben und erhalte einen
Überblick über alle an seinem Standort verfügbaren
Angebote. Ökostromangebote werden dabei besonders gekennzeichnet.
Eine Bewertung, wie bei der "EcoTopTen"-Kampagne, findet
jedoch nicht statt.
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