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- 02.06.2005 -

 

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Energieforschung: Rot-Grün will Vorrang für erneuerbare Energien

Die Bundesregierung will den erneuerbaren Energien und der Verbesserung der Energieeffizienz wird in der Energieforschung Vorrang einräumen. Kritik kam nicht nur von der Opposition, sondern auch aus den eigenen Reihen.

(vv) - Den erneuerbaren Energien und der Verbesserung der Energieeffizienz wird in der Energieforschung Vorrang eingeräumt. Das betonte Bundesumweltminister Jürgen Trittin (Grüne) aus Anlass der Verabschiedung des 5. Energieforschungsprogramms im Bundeskabinett. Trittin: "Wir haben die Weichen in der Energieforschung auf Zukunft gestellt. Die Energieforschung leistet einen wichtigen Beitrag zur Erneuerung unserer Energieversorgungsstrukturen." Das neue Programm löst das aus dem Jahr 1996 stammende 4. Energieforschungsprogramm ab.

In die Bereiche erneuerbare Energien und Energieeffizienz flossen 1998 178 Millionen Euro, 2003 waren es 209 Millionen Euro. Für 2008 sieht das neue Energieforschungsprogramm 259 Millionen Euro vor. Dies ist gegenüber 1998 eine Steigerung um 46 %. Dagegen sinken im gleichen Zeitraum die Ausgaben für die Nuklearforschung um 35 % und für die Fusionsforschung um 6 %.

Trittin sagte weiter: "Das Energieforschungsprogramm ist elementarer Bestandteil einer zukunftsfähigen Energiepolitik. Während Frau Merkel die Laufzeit veralteter Atomkraftwerke verlängern will und damit in die 70er Jahre zurückfällt, setzen wir auf die konsequente Fortsetzung der von Rot-Grün eingeleiteten Energiewende." Der Ausbau der erneuerbaren Energiensei sei mit 130.000 Jobs ein Erfolgsmodell für Wirtschaft und Arbeit und verschaffe den deutschen Unternehmen der Branche einen Wettbewerbsvorteil in einem "weltweit rasant wachsenden Markt".

Kritik aus den eigenen Reihen

Das von der Bundesregierung verabschiedete Energieforschungsprogramm sei ein zu kleiner Schritt, um die großen energiepolitischen Herausforderungen der Zukunft zu meistern, so kommentierten Hans-Josef Fell, forschungspolitischer Sprecher von Bündnis 90/Die Grünen und der SPD-Abgeordnete Hermann Scheer, Berichterstatter der Regierungsfraktionen für Energieforschung, das neue Forschungsprogramm.

Die Ressourcenverknappung beim Erdöl und Erdgas, der Treibhauseffekt und die atomaren Risiken erfordern laut Fell und Scheer eine vollkommene Neuorientierung der Energieforschungspolitik mit den Schwerpunkten erneuerbare Energien und Energiespartechnologien. Die vorgeschlagenen Mittelsteigerungen reichten aber bei weitem nicht aus, um die Energieprobleme zu lösen. Weiterhin solle für die Kernenergie mehr Geld ausgegeben werden als für alle erneuerbaren Energien zusammen, kritisieren Fell und Scheer.

CDU/CSU: Falsche Schwerpunkte

Die forschungspolitische Sprecherin der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Katherina Reiche, erklärte hingegen, bei den erneuerbaren Energien würden falsche Schwerpunkte gesetzt. Die Forschungsmittel würden auf Bereiche konzentriert, ohne nach der volkswirtschaftlichen Sinnhaftigkeit zu fragen. Forschung bei den erneuerbaren Energien sei wichtig, sie müsse sich jedoch auf die Verbesserung der Energieausbeute und der Wirtschaftlichkeit der Anlagen konzentrieren.

 

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 Mehr Informationen:

5. Energieforschungs- programm der Bundesregierung (pdf)

 

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