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- 01.06.2005 -

 

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Landwirtschaft mit und ohne Gentechnik: Ist Koexistenz möglich?

Bei der Frage, ob ein Nebeneinander von Landwirtschaft mit und ohne Gentechnik möglich ist, sind Forschungsinstitute aus der Schweiz und aus Deutschland zu ganz unterschiedlichen Ergebnissen gekommen.

(aid) - Der Frage, ob ein Nebeneinander von Landwirtschaft mit und ohne Gentechnik möglich ist, ging ein Wissenschaftlerteam der Eidgenössischen Forschungsanstalt für Agrarökologie und Landbau (Agroscope FAL) nach. Die Studie beschränkte sich auf die landwirtschaftliche Produktion von der Anbauplanung bis zum Verkauf des Ernteprodukts. Als Grenzwert für den Anteil von gentechnisch veränderten Organismen in Lebens- und Futtermitteln aus gentechnikfreiem Anbau wurden 0,9 Prozent toleriert. Anhand von Literaturdaten, einer Modellrechnung und Luftbildauswertungen kommen die Wissenschaftler zu dem Schluss, dass bei Einhaltung eines Isolationsabstandes von 50 Metern eine Koexistenz von Gen-Maisflächen und gentechnikfreien Flächen für die meisten Gebiete in der Schweiz möglich ist.

Im praktischen Anbau müsste von den Landwirten eine Reihe weiterer Maßnahmen getroffen werden. Die Autoren nennen u. a. eine optimale Bodenbearbeitung und Anbaupausen zur Vermeidung von Durchwuchs, die gründliche Reinigung der Maschinen sowie eine klare Trennung der Erntegüter. Besonders wichtig seien Informationsaustausch und Absprachen zwischen Feldnachbarn. Im Idealfall müssten sowohl jene, die Gentechnik einsetzen als auch jene, die darauf verzichten, zur Umsetzung von Koexistenz-Maßnahmen bereit sein.

Zu ganz anderen Ergebnissen kommt das Forschungsinstitut für biologischen Landbau (FIBL). Gentechnikkritiker fordern einen Grenzwert von 0,1 Prozent bei Verunreinigungen und wesentlich größere Mindestabstände (Mais 1 km, Raps 600 m). Koexistenz sei schwierig und für die Landwirte teuer, meint das FIBL.

 

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© ArtToday

Rapsfeld

 

 Mehr Informationen:

Agroscope FAL

FIBL

 

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Bundestag verabschiedet Gentechnik-Gesetz

 

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