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dena-Netzstudie: Stromnetz muss ausgebaut werden
Die Stromnetze sind für den kommenden Windenergieausbau
nicht ausreichend ausgelegt, sagt die Deutsche Energie-Agentur.
(vv) - Stephan Kohler, Geschäftsführer der Deutschen
Energie-Agentur GmbH (dena), hat bei der Vorstellung der dena-Netzstudie
am Dienstag in Berlin dazu aufgerufen, die Integration der Windenergie
in die Stromversorgung Deutschlands entschlossen voranzutreiben.
Auf einer Konferenz zur Netzintegration von Windenergie sagte
Kohler: "Die Verbundnetze sind für den kommenden Windenergieausbau
und den europäischen Strombinnenmarkt nicht ausreichend ausgelegt.
Bei Planung und Genehmigung dürfen wir keine Zeit verlieren,
sonst kommt der Ausbau der Windenergie ins Stocken". Laut
dena-Netzstudie müssen neue Hochspannungstrassen auf einer
Länge von 850 km gebaut und auf 400 km verstärkt werden,
um den Windstrom zu den Verbrauchern zu transportieren.
Die Ergebnisse der dena-Netzstudie lassen einen weiteren Ausbau
der Windenergie an Land und im Meer erwarten. Laut dena-Studie
wird bis zum Jahr 2015:
- die Erzeugung von Windstrom auf über 77 Terawattstunden
pro Jahr steigen, was etwa 14 Prozent des gesamten Endverbrauchs
entspräche,
- sich im Vergleich zum Jahr 2003 die Windstrommenge mehr als
verdreifachen,
- über 40% des Windstroms aus Windparks in Nord- und Ostsee
kommen,
- die zusätzliche Windstrommenge damit in einer Größenordnung
liegen, die aufgrund des Atomausstiegs ausgeglichen werden muss.
"Die anstehenden Aufgaben sind lösbar und werden zu
einem effizienteren Ausbau der erneuerbaren Energien führen",
so Kohler weiter. "Allerdings müssen die Wind-, Netz-
und Kraftwerksbranchen ihr Vorgehen aufeinander abstimmen."
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