|
Nachwachsende Rohstoffe stärker nutzen
Der Naturschutzbund NABU fordert eine verstärkte
Nutzung von nachwachsenden Rohstoffen.
(vv) - "Nachwachsende Rohstoffe haben viele Vorteile -
sie leisten einen Beitrag zum Klimaschutz, sie machen unabhängiger
von Energieimporten und vermindern den Ressourcenverbrauch",
sagte NABU-Präsident Olaf Tschimpke am Mittwoch in Berlin.
Daher müssten nachwachsende Rohstoffe aus Gründen des
Klimaschutzes zukünftig in allen energetischen Nutzungsbereichen
- von Kraftstoffen über Wärmebereitstellung bis zur
Stromerzeugung - einen entscheidenden Beitrag leisten. Zudem komme
ihre Anwendung auch im stofflichen Bereich bei Verpackungen oder
Baumaterial in Frage.
200.000 neue Arbeitsplätze
Aus Sicht des NABU könnte in Deutschland unter diesen Voraussetzungen
Biomasse auf über zwei Millionen Hektar produziert werden,
was rund 12 Prozent der heute landwirtschaftlich genutzten Fläche
entspricht. Damit würde nicht nur ein wichtiger Beitrag zum
Klimaschutz geleistet, sondern es könnten auch bis zu 200.000
neue Arbeitsplätze entstehen. Dies biete insbesondere strukturschwachen
ländlichen Regionen eine Perspektive.
Monokulturen vermeiden
Nach Auffassung des NABU müsse der Anbau von Energiepflanzen
jedoch im Einklang mit dem Naturschutz und einer naturverträglichen
Landwirtschaft erfolgen. Großflächige Monokulturen
wie Mais- und Rapsfelder hätten erhebliche ökologische
Belastungen und negative Auswirkungen auf die Artenvielfalt zur
Folge.
"Ziel muss es sein, Mischkulturen wie Lupinen-Sonnenblumen-Gemenge
sowie mehrjährige Kulturen wie Schilfgras zu schaffen, die
mehr Artenvielfalt ermöglichen", betonte Tschimpke.
Zudem fordert der NABU beim Anbau nachwachsender Rohstoffe auf
Gentechnik zu verzichten und weniger Düngemittel einzusetzen.
Seite
drucken
|