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Umweltschützer warnen vor Investitionen in Kohlekraftwerke
Umweltorganisationen warnen Energiekonzerne
vor Fehlinvestitionen in klimaschädliche Braunkohle-Kraftwerke.
(vv) - Anlässlich der Hauptversammlung der Rheinisch-Westfälischen
Elektrizitätswerke (RWE) warnten die Umweltorganisationen
Greenpeace und WWF vor Fehlinvestitionen in klimaschädliche
Braunkohle-Kraftwerke. Der Ausbau der Braunkohle sei nicht nur
aus Sicht des Klimaschutzes falsch, sondern berge auch die Gefahr
von Investitions-Ruinen, weil diese Kraftwerke nicht zukunftsfähig
seien. RWE solle statt dessen auf erneuerbare Energien und klimafreundlichere
Gas- und Dampfkraftwerke setzen, forderte Greenpeace.
Nach Angaben des WWF gehen rund zwölf Prozent der bundesdeutschen
Kohlendioxidausstoßes auf das Konto des Energiekonzerns.
Damit sei RWE der größte Einzelverursacher dieses Treibhausgases
in Europa. Die Umweltschützer sehen das Unternehmen deshalb
in einer besonderen Verantwortung, dem Klimawandel mit einer nachhaltigen
Unternehmenspolitik entgegenzutreten. Die bisher angekündigten
Kraftwerksprojekte in Nordrhein-Westfalen setzten jedoch vornehmlich
auf Braunkohle. Dies sei mit einer anspruchsvollen Klimapolitik
unvereinbar, kritisierte der WWF.
Allein das geplante Braunkohlekraftwerk Grevenbroich-Neurath
mit einer Investitionssumme von 2,2 Milliarden Euro wird laut
WWF die Atmosphäre jährlich mit rund 14 Millionen Tonnen
Kohlendioxid (CO2) belasten. Ein Gaskraftwerk mit gleicher Leistung
würde dagegen nur 5,4 Millionen Tonnen CO2 emittieren.
Wissenschaftler forderten von den Industriestaaten eine Treibhausgasreduktion
um 60-80 Prozent bis 2050. Berücksichtige man, dass das Kraftwerk
zu diesem Zeitpunkt noch am Netz sein dürfte, Deutschland
seine CO2-Emissionen aber insgesamt auf etwa 200 Millionen Tonnen
gesenkt haben müsse, werde die Tragweite der aktuellen Investitionsentscheidungen
deutlich, so der WWF.
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