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- 14.04.2005 -

 

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Umweltschützer warnen vor Investitionen in Kohlekraftwerke

Umweltorganisationen warnen Energiekonzerne vor Fehlinvestitionen in klimaschädliche Braunkohle-Kraftwerke.

(vv) - Anlässlich der Hauptversammlung der Rheinisch-Westfälischen Elektrizitätswerke (RWE) warnten die Umweltorganisationen Greenpeace und WWF vor Fehlinvestitionen in klimaschädliche Braunkohle-Kraftwerke. Der Ausbau der Braunkohle sei nicht nur aus Sicht des Klimaschutzes falsch, sondern berge auch die Gefahr von Investitions-Ruinen, weil diese Kraftwerke nicht zukunftsfähig seien. RWE solle statt dessen auf erneuerbare Energien und klimafreundlichere Gas- und Dampfkraftwerke setzen, forderte Greenpeace.

Nach Angaben des WWF gehen rund zwölf Prozent der bundesdeutschen Kohlendioxidausstoßes auf das Konto des Energiekonzerns. Damit sei RWE der größte Einzelverursacher dieses Treibhausgases in Europa. Die Umweltschützer sehen das Unternehmen deshalb in einer besonderen Verantwortung, dem Klimawandel mit einer nachhaltigen Unternehmenspolitik entgegenzutreten. Die bisher angekündigten Kraftwerksprojekte in Nordrhein-Westfalen setzten jedoch vornehmlich auf Braunkohle. Dies sei mit einer anspruchsvollen Klimapolitik unvereinbar, kritisierte der WWF.

Allein das geplante Braunkohlekraftwerk Grevenbroich-Neurath mit einer Investitionssumme von 2,2 Milliarden Euro wird laut WWF die Atmosphäre jährlich mit rund 14 Millionen Tonnen Kohlendioxid (CO2) belasten. Ein Gaskraftwerk mit gleicher Leistung würde dagegen nur 5,4 Millionen Tonnen CO2 emittieren.

Wissenschaftler forderten von den Industriestaaten eine Treibhausgasreduktion um 60-80 Prozent bis 2050. Berücksichtige man, dass das Kraftwerk zu diesem Zeitpunkt noch am Netz sein dürfte, Deutschland seine CO2-Emissionen aber insgesamt auf etwa 200 Millionen Tonnen gesenkt haben müsse, werde die Tragweite der aktuellen Investitionsentscheidungen deutlich, so der WWF.

 

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 Mehr Informationen:

Greenpeace

WWF

RWE

 

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