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- 08.04.2005 -

 

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Umweltfreundliche Straßenbahn, die keine Schienen braucht

Eine Straßenbahn mit Brennstoffzellenantrieb, die keine Schienen braucht, sondern wie ein Bus über die Straßen fährt - Fraunhofer-Forscher stellen ein neuartiges Fahrzeugkonzept vor.

(vv) - Die "AutoTram" kombiniert die Vorzüge von Bahnen und Bussen: Sie kann bis zu 300 Fahrgäste transportieren und ist dennoch so flexibel wie ein Bus. Weiterer Vorzug: Die Straßenbahn wird umweltfreundlich mit einer Brennstoffzelle angetrieben. Das Fraunhofer-Institut für Verkehrs- und Infrastruktursysteme IVI in Dresden stellte am am Freitag nach einer dreijährigen Projektlaufzeit das neuartige Fahrzeug vor.

 


© Fraunhofer

Die AutoTram® hält auch ohne Schienen exakt die Spur.

 

Wie eine Bahn schlängelt sich das dreiachsig gelenkte Fahrzeug spurtreu durch enge Innenstädte. Dennoch benötigt es weder Schienen noch ein teures Oberleitungsnetz. Der 18 m lange Gelenkzug rollt auf Gummirädern durch die Strassen. "Möglich macht das die optische Spurführung", erläuterte Matthias Klingner, Leiter der Abteilung Verkehrssystemtechnik. Sensoren erkennen die gängigen Fahrbahnmarkierungen und helfen so dem Fahrer der "AutoTram" exakt die Spur zu halten.

Es ließen sich Züge mit einer Länge von bis zu 56 m bilden, die etwa 300 Fahrgäste befördern könnten. "So verbindet das intermediäre Transportsystem die hohe Transportkapazität von Straßenbahnen mit der Flexibilität von Stadtbussen. Und das bei Investitions- und Betriebskosten, die nicht viel höher liegen als bei vergleichbaren Bussystemen", zählte Klingner einige Vorzüge des neuartigen Fahrzeugkonzepts auf.

Weitere Besonderheit: Die Energie für die Fahrmotoren liefert eine Brennstoffzelle. Außerdem hilft ein Schwungradmassespeicher die im städtischen Verkehr typischerweise hohen Leistungsschwankungen auszugleichen.

Dank der hohen Effizienz der Brennstoffzelle sowie durch die Rückgewinnung der Bremsenergie ließ sich der Kraftstoffverbrauch deutlich senken, so das Fraunhofer-Institut. Das Fahrzeug benötige bis zu 25 Prozent weniger Treibstoff als gängige Stadtbusse. Das schone nicht nur die Kassen der Verkehrsunternehmen, sondern auch die Umwelt: lediglich Wasserdampf entweiche als Abgas in die städtische Luft.

 

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 Mehr Informationen:

Fraunhofer- Gesellschaft


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