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Verkehrsminister für Förderung von Rußfiltern
Angesichts der Feinstaub-Gefahren fordern die
Verkehrsminister der Länder, die Aus- und Nachrüstung
von Dieselfahrzeugen mit Rußfiltern steuerlich zu fördern.
(vv) - Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland
(BUND) hat am Donnerstag die Einigung der Verkehrsministerkonferenz
auf eine Förderung von Partikelrußfiltern begrüßt.
Jetzt dürften die Länderfinanzminister und Ministerpräsidenten
von Hessen, Bayern, Niedersachen und Baden-Württemberg die
Filterförderung nicht länger blockieren und müssten
eine Einigung auf eine rückwirkende Förderung ab Januar
2005 herbeiführen.
Fahrzeuge nach Schadstoffklassen kennzeichnen
Weiterhin forderten die Verkehrsminister eine Kennzeichnung von
Fahrzeugen mit geringem Schadstoffausstoß, um Fahrverbote
für Umweltsünder zu ermöglichen. Jetzt gelte es,
diese Vorschläge zügig umzusetzen, forderte der BUND.
Schon in der nächsten Schönwetterperiode drohten Grenzwertüberschreitungen
in weiteren Kommunen.
Deutsche für gesetzliche Regelung
In der Diskussion um die Gefahren des Feinstaubs bekennt sich
die Mehrheit der Deutschen zu einer schärferen Regelung.
In einer Forsa-Umfrage für das Hamburger Magazin "Stern"
und den Fernsehsender RTL sprachen sich 89 Prozent der Befragten
dafür aus, dass für neue Diesel-Autos Rußfilter
gesetzlich vorgeschrieben werden. Nur 11 Prozent sind gegen entsprechende
Gesetze.
Rußfilter kein Allheilmittel
Der Rußpartikelfilter ist aber kein Allheilmittel gegen
die Feinstaubbelastung. Dies stellte der TÜV in München
fest. Selbst bei einer 100prozentigen Einbaurate bei Pkw und leichten
Nutzfahrzeugen mit Dieselmotoren würden nach Berechnungen
des TÜV die Feinstaubemissionen im Durchschnitt nur um etwa
2,5 und unter Einbeziehung der schweren Lkw in Summe um rund fünf
Prozent sinken.
Industrie und private Haushalte sind Hauptemittenten
Ruß ist im Durchschnitt nur zu 15 Prozent an der Feinstaubbelastung
beteiligt, so der TÜV weiter. Hauptemittenten seien in der
Regel aber nicht der Straßenverkehr, sondern Industrie und
Privathaushalte. Von den jährlich knapp 180.000 Tonnen Feinstaubemissionen
(1990: 1,9 Millionen Tonnen) entfielen etwa 35.000 Tonnen auf
den Straßenverkehr, knapp 60.000 auf die Industrie und rund
32.000 Tonnen auf Haushalte und andere Kleinverbraucher. "Insofern
wird die Fokussierung auf den Rußpartikelfilter der Komplexität
des Themas nicht gerecht", stellte ein TÜV-Sprecher
fest.
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