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- 08.04.2005 -

 

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Verkehrsminister für Förderung von Rußfiltern

Angesichts der Feinstaub-Gefahren fordern die Verkehrsminister der Länder, die Aus- und Nachrüstung von Dieselfahrzeugen mit Rußfiltern steuerlich zu fördern.

(vv) - Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) hat am Donnerstag die Einigung der Verkehrsministerkonferenz auf eine Förderung von Partikelrußfiltern begrüßt. Jetzt dürften die Länderfinanzminister und Ministerpräsidenten von Hessen, Bayern, Niedersachen und Baden-Württemberg die Filterförderung nicht länger blockieren und müssten eine Einigung auf eine rückwirkende Förderung ab Januar 2005 herbeiführen.

Fahrzeuge nach Schadstoffklassen kennzeichnen

Weiterhin forderten die Verkehrsminister eine Kennzeichnung von Fahrzeugen mit geringem Schadstoffausstoß, um Fahrverbote für Umweltsünder zu ermöglichen. Jetzt gelte es, diese Vorschläge zügig umzusetzen, forderte der BUND. Schon in der nächsten Schönwetterperiode drohten Grenzwertüberschreitungen in weiteren Kommunen.

Deutsche für gesetzliche Regelung

In der Diskussion um die Gefahren des Feinstaubs bekennt sich die Mehrheit der Deutschen zu einer schärferen Regelung. In einer Forsa-Umfrage für das Hamburger Magazin "Stern" und den Fernsehsender RTL sprachen sich 89 Prozent der Befragten dafür aus, dass für neue Diesel-Autos Rußfilter gesetzlich vorgeschrieben werden. Nur 11 Prozent sind gegen entsprechende Gesetze.

Rußfilter kein Allheilmittel

Der Rußpartikelfilter ist aber kein Allheilmittel gegen die Feinstaubbelastung. Dies stellte der TÜV in München fest. Selbst bei einer 100prozentigen Einbaurate bei Pkw und leichten Nutzfahrzeugen mit Dieselmotoren würden nach Berechnungen des TÜV die Feinstaubemissionen im Durchschnitt nur um etwa 2,5 und unter Einbeziehung der schweren Lkw in Summe um rund fünf Prozent sinken.

Industrie und private Haushalte sind Hauptemittenten

Ruß ist im Durchschnitt nur zu 15 Prozent an der Feinstaubbelastung beteiligt, so der TÜV weiter. Hauptemittenten seien in der Regel aber nicht der Straßenverkehr, sondern Industrie und Privathaushalte. Von den jährlich knapp 180.000 Tonnen Feinstaubemissionen (1990: 1,9 Millionen Tonnen) entfielen etwa 35.000 Tonnen auf den Straßenverkehr, knapp 60.000 auf die Industrie und rund 32.000 Tonnen auf Haushalte und andere Kleinverbraucher. "Insofern wird die Fokussierung auf den Rußpartikelfilter der Komplexität des Themas nicht gerecht", stellte ein TÜV-Sprecher fest.

 

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 Mehr Informationen:

BUND

Bundesumwelt- ministerium

TÜV SÜD

Feinstaubkarte des Umweltbundesamtes

 

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