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Gen-Food: Mehr Verbraucherinfos gefordert
Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland
fordert eine umfassende Kennzeichnung gentechnisch veränderter
Lebensmittel.
(vv) - Anlässlich des Weltverbrauchertages am 15. März
hat der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND)
eine umfassende Kennzeichnung gentechnisch veränderter Lebensmittel
gefordert. Vor allem müsse die so genannte "Kennzeichnungslücke"
geschlossen werden. Sie entstehe, weil nach gegenwärtiger
Rechtslage tierische Produkte nicht gekennzeichnet werden müssten,
auch wenn die Tiere mit gentechnisch verändertem Futter gemästet
worden seien. Der Weltverbrauchertag geht auf eine Initiative
des früheren US-Präsidenten John F. Kennedy zurück,
der sich für die Stärkung der Verbraucherrechte eingesetzt
hatte.
Angelika Zahrnt, BUND-Vorsitzende: "Die deutliche Erkennbarkeit
der Produktionsmethoden und der Zutaten bei Lebensmitteln ist
Voraussetzung für einen mündigen Verbraucher. Nicht
auf die Verpackung kommt es an, sondern auf das, was drin ist
und das man dies auch klar erkennt. Deshalb müssen Eier,
Milch oder Fleischwaren von Tieren, die mit gentechnisch veränderten
Pflanzen gefüttert wurden, entsprechend gekennzeichnet werden.
Die Pflicht zur umfassenden Produktkennzeichnung gehört auch
in das immer noch ausstehende Verbraucherinformationsgesetz."
Die Kennzeichnung jener tierischen Produkte, bei deren Herstellung
gentechnisch verändertes Futter eingesetzt worden sei, habe
auch der Europarat im Januar von den EU-Mitgliedsstaaten und dem
Europaparlament in einer Resolution gefordert.
80 Prozent aller weitweit erzeugten gentechnisch veränderten
Nutzpflanzen gelangen nach Angaben des BUND ins Tierfutter. Einige
Handelsketten und Händler wie "Edeka", "tegut",
"Wiesenhof", "Neuland" und die biologischen
Anbaubetriebe garantierten gentechnikfreies Tierfutter bei der
Produktion ihrer Lebensmittel.
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