|
Kampagne für umweltbewusste Qualitätsprodukte startet
Eine neue Kampagne des Öko-Instituts macht
es Verbrauchern künftig leichter, sich über umwelt-
und preisbewusste Qualitätsprodukte zu informieren.
(vv) - Mit Auftakt der "EcoTopTen-Kampagne" für
nachhaltigen Konsum und Produktinnovationen am Mittwoch in Berlin
erhalten Verbraucher jetzt eine Marktübersicht über
Produkte, die nicht nur die Umwelt schonen, sondern auch Kundenwünsche
nach Qualität und angemessenem Preis erfüllen. "Käufer
sind nicht bereit, sich mit vielen Ratgebern herumzuschlagen",
betonte Projektleiterin Kathrin Graulich vom Öko-Institut.
Verbraucher könnten sich mit "EcoTopTen" über
"rundum gute Produkte" informieren, über Preise
und Folgekosten, zum Beispiel für Strom oder Wasser, und
bekämen Verhaltenstipps zu kostensparender und umweltschonender
Nutzung.
Erste Produktübersichten können jetzt im Internet zu
Autos verschiedener Größenklassen, Car-Sharing, Gas-Brennwertkesseln
und Holzpelletheizungen, "Anrufbeantwortern im Netz"
und Waschmaschinen nachgelesen werden. Bis Mitte 2006 sollen 17
weitere Produktübersichten folgen, bis Mai Marktübersichten
zu Klein- und Kleinstwagen, Wäschetrocknern und Strom erscheinen.
"Wir liefern Produktübersichten in den zehn wichtigsten
Lebensbereichen und nehmen Käufern die Recherchearbeit ab",
sagte Grießhammer. Produkte dieser Bereiche verursachten
bisher 64 Prozent der Kohlendioxid-Emissionen und 58 Prozent des
Energieverbrauchs in Deutschland sowie rund Zweidrittel der Verbraucherausgaben.
Bei der Bewertung der Produkte würden die Kriterien Umweltfreundlichkeit,
Preis und jährliche Gesamtkosten gleichrangig gewichtet und
zugleich auf hohe Qualität geachtet - ein Novum, so das Öko-Institut.
"Bei den Kriterien beziehen wir bestehende Produktsiegel,
Bewertungen und Testergebnisse ein", erklärte Rainer
Grießhammer. Für "EcoTopTen"-Produkte gebe
es ökologische Mindestkriterien, die auf jeden Fall erfüllt
sein müssten, zum Teil aber auch Preisobergrenzen, die nicht
überschritten werden dürften. Wo die Datenlage es erlaube,
würden auch soziale Kriterien und bestehende Qualitätstests
mit einbezogen.
Das Forschungsprojekt wird für zwei Jahre mit insgesamt
700.000 Euro vom Forschungsministerium gefördert, 400.000
Euro für die Kampagne kommen vom Verbraucherministerium.
Seite
drucken
|