vista verde SucheNewsThemenAktion

v i s t a   v e r d e   n e w s   -   W i r t s c h a f t  &  E n e r g i e


- 03.03.2005 -

 

  Nachrichten aus Umwelt und Natur täglich frei Haus - abonnieren Sie unseren kostenlosen Newsletter:
 
 
[ mehr Infos ]


 

Studie: Windräder keine große Gefahr für Vögel

Einer Untersuchung zufolge sind Windräder für Vögel ungefährlicher als bisher angenommen.

Hamburg (vv) - Das Michael-Otto-Institut im NABU hat am Donnerstag eine vom Bundesamt für Naturschutz in Auftrag gegebene Studie zu den "Auswirkungen regenerativer Energiegewinnung auf die biologische Vielfalt am Beispiel der Vögel und Fledermäuse" vorgestellt. Windräder sind für Vögel demnach ungefährlicher als bisher angenommen. Nach Untersuchungen des Naturschutzbundes NABU sterben pro Jahr zwischen 15.000 und 150.000 Vögel an Windkraftanlagen. Dagegen kommen Schätzungen zufolge jährlich fünf bis zehn Millionen Vögel durch den Zusammenprall mit Autos um.

"Unsere Ergebnisse stellen keinen Freibrief für den bedenkenlosen Ausbau der Windenergie in Deutschland aus", erläuterte Hermann Hötker vom Michael-Otto-Institut. Es komme auf eine vernünftige Risikoabschätzung im Einzelfall an. So sind Windkraftanlagen an Seen, Feuchtgebieten und Wäldern zu vermeiden. Auch sollten wichtige Rastgebiete von Gänsen, Schwänen und Watvögel weiträumig gemieden und Zugkorridore von der Windkraftnutzung freigehalten werden.

Besonders gefährdet sind Greifvögel wie Seeadler und Rotmilan. Generell sind für Vögel Anlagen an Gewässern und anderen Feuchtgebieten besonders unfallträchtig. Anlagen in der Umgebung von Wäldern stellen wiederum für Fledermäuse eine große Gefahr dar. "In vielen anderen Bereichen ist die Windkraftnutzung je nach Anlagengröße und -verteilung aus Sicht der Vogelschützer problemloser", sagte Hötker.

Der Ausbau der Windenergie ist im Hinblick auf die Auswirkungen auf Vögel und Fledermäuse nicht unumstritten. "Die Ergebnisse der vorgelegten Studie tragen zu einer Versachlichung der Diskussion bei, geben Anhaltspunkte für die Vermeidung von Konflikten und zeigen weiteren Forschungsbedarf auf", sagte Hartmut Vogtmann, Präsident des Bundesamtes für Naturschutz.

Die vom NABU vorgelegte Untersuchung basiert auf einer Auswertung von 127 Einzelstudien aus zehn Ländern. Nicht nur das Unfallrisiko durch Windkraftanlagen wurde darin berücksichtigt, sondern auch ihre Scheuchwirkung auf rastende Vögel. So meiden Gänse, Schwäne und Watvögel die Umgebung von Windkraftanlagen und können dadurch wertvolle Rastgebiete verlieren.

 

 Seite druckenSeite drucken

 Mehr Informationen:

NABU

 

 Lesen Sie auch:

In Schutzgebieten in der Ostsee dürfen keine Windparks gebaut werden

Trotz Windenergie mehr Artenvielfalt

Schwerer Stand für Vögel in Europa

Wind löst Wasser als regenerative Energiequelle Nummer 1 ab

Bündnis für mehr Windkraft

Weitere Meldungen zum Thema Erneuerbare Energien

 

 Werbung

zurück zur vorherigen Seite    nach oben

News: Seite 1 | Politik | Natur | Wissenschaft| Wirtschaft
Rubriken: Home | Suche | News | Themen | Aktion
vista verde: Impressum | Hilfe | Werbung

 

© vista verde 2005
Alle Rechte vorbehalten
Jede Vervielfältigung - auch auszugsweise - bedarf der Genehmigung