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Studie: Windräder keine große Gefahr für Vögel
Einer Untersuchung zufolge sind Windräder
für Vögel ungefährlicher als bisher angenommen.
Hamburg (vv) - Das Michael-Otto-Institut im NABU hat am Donnerstag
eine vom Bundesamt für Naturschutz in Auftrag gegebene Studie
zu den "Auswirkungen regenerativer Energiegewinnung auf die
biologische Vielfalt am Beispiel der Vögel und Fledermäuse"
vorgestellt. Windräder sind für Vögel demnach ungefährlicher
als bisher angenommen. Nach Untersuchungen des Naturschutzbundes
NABU sterben pro Jahr zwischen 15.000 und 150.000 Vögel an
Windkraftanlagen. Dagegen kommen Schätzungen zufolge jährlich
fünf bis zehn Millionen Vögel durch den Zusammenprall
mit Autos um.
"Unsere Ergebnisse stellen keinen Freibrief für den
bedenkenlosen Ausbau der Windenergie in Deutschland aus",
erläuterte Hermann Hötker vom Michael-Otto-Institut.
Es komme auf eine vernünftige Risikoabschätzung im Einzelfall
an. So sind Windkraftanlagen an Seen, Feuchtgebieten und Wäldern
zu vermeiden. Auch sollten wichtige Rastgebiete von Gänsen,
Schwänen und Watvögel weiträumig gemieden und Zugkorridore
von der Windkraftnutzung freigehalten werden.
Besonders gefährdet sind Greifvögel wie Seeadler und
Rotmilan. Generell sind für Vögel Anlagen an Gewässern
und anderen Feuchtgebieten besonders unfallträchtig. Anlagen
in der Umgebung von Wäldern stellen wiederum für Fledermäuse
eine große Gefahr dar. "In vielen anderen Bereichen
ist die Windkraftnutzung je nach Anlagengröße und -verteilung
aus Sicht der Vogelschützer problemloser", sagte Hötker.
Der Ausbau der Windenergie ist im Hinblick auf die Auswirkungen
auf Vögel und Fledermäuse nicht unumstritten. "Die
Ergebnisse der vorgelegten Studie tragen zu einer Versachlichung
der Diskussion bei, geben Anhaltspunkte für die Vermeidung
von Konflikten und zeigen weiteren Forschungsbedarf auf",
sagte Hartmut Vogtmann, Präsident des Bundesamtes für
Naturschutz.
Die vom NABU vorgelegte Untersuchung basiert auf einer Auswertung
von 127 Einzelstudien aus zehn Ländern. Nicht nur das Unfallrisiko
durch Windkraftanlagen wurde darin berücksichtigt, sondern
auch ihre Scheuchwirkung auf rastende Vögel. So meiden Gänse,
Schwäne und Watvögel die Umgebung von Windkraftanlagen
und können dadurch wertvolle Rastgebiete verlieren.
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