|
Studie: Netzausbau für Windenergie erschwinglich
Die Windenergie kann nach einer Studie ohne
Beeinträchtigung der Stromversorgung und ohne überhöhte
Kosten ausgebaut werden.
(vv) - Das Netzgutachten der Deutschen Energie-Agentur (dena)
wurde am Donnerstag der Öffentlichkeit vorgestellt. Die Vertreter
der Windbranche und der Stromnetzbetreiber einigten sich darauf,
die "dena-Netzstudie" abzunehmen. Sie verständigten
sich auf eine gemeinsame Zusammenfassung der Studie. Die Netzstudie
gibt Aufschluss darüber, wie sich das deutsche Stromnetz
durch den Ausbau der Windenergie, die Erneuerung des Kraftwerkparks
und den Stromhandel verändern muss und welche Kosten dafür
zu erwarten sind.
Die Ergebnisse der Studie zeigen nach Angaben der dena, dass
das von der Bundesregierung geplante Ziel eines Anteils von mindestens
20 Prozent der Erneuerbaren Energien an der Stromerzeugung in
Deutschland zwischen 2015 und 2020 erreichbar ist. Voraussetzung
dafür sei jedoch die Umsetzung der in der Studie aufgezeigten
Maßnahmen in Hinblick auf die Weiterentwicklung des Stromversorgungssystems.
Auf dieser Basis werden in der Studie die wichtigsten Fragen beantwortet:
- Rund 400 km des vorhandenen 380 kV-Verbundnetzes müssen
verstärkt, rund 850 km neu gebaut werden.
- Die Versorgungssicherheit kann bei Realisierung von bestimmten
Maßnahmen auf heutigem Niveau gewährleistet werden.
- Je nach Struktur des dann bestehenden Kraftwerksparks können
2015 rund 20 bis 40 Mio t CO2-Emissionen vermieden werden.
- Die Mehrkosten für den Ausbau der Windenergie betragen
für private Haushalte im Jahr 2015 zwischen 0,39 und 0,49
Cent je kWh.
"Mit diesen zentralen Aussagen der dena-Netzstudie verliert
die Schwarzmalerei gegen den Ausbau der Windkraft ihre sachliche
Berechtigung", kommentierte Bundesumweltminister Jürgen
Trittin (Grüne) den Abschluss des zähen Ringens um die
Studie. "Obwohl die Studie unrealistischerweise davon ausgeht,
dass das Ausbauziel für die erneuerbaren Energien für
2020 bereits 2015 erreicht sein soll, veranschlagt sie die Kosten
für den Zuwachs an Windenergie einschließlich der Regel-
und Reserveenergie auf wenig mehr als 1 Euro für den Durchschnittshaushalt
im Monat".
Seite
drucken
|