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Nachhaltigkeitsberichte im Ranking
Beim Ranking der Nachhaltigkeitsberichte der
150 größten deutschen Unternehmen siegt Henkel knapp
vor KarstadtQuelle und Otto.
(vv) - Unter den 150 größten deutschen Unternehmen
informiert der Henkel-Konzern am besten darüber, wie er seine
ökologische und soziale Verantwortung wahrnimmt. In einem
Ranking der Nachhaltigkeitsberichte, das jetzt zum fünften
Mal von der Unternehmervereinigung future e.V. und dem Berliner
Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW)
durchgeführt wurde, kamen KarstadtQuelle und Otto auf die
Plätze zwei und drei. Die Gesamtergebnisse veröffentlichte
jetzt die Zeitschrift Capital. IÖW-Geschäftsführer
Thomas Korbun betonte, das Bemühen der großen Konzerne,
Vertrauen durch Transparenz zu schaffen, sei erkennbar gestiegen.
Das Ranking-Team bewertete neben inhaltlichen Aspekten wie Interessen
der Mitarbeiter, Soziale Verantwortung im Umfeld
oder Ökologische Aspekte der Produktion auch
Glaubwürdigkeit, Klarheit und kommunikative Qualität
der Berichte. Glänzte die Firma Henkel durch eine sehr gute
Darstellung der Themen Produktsicherheit und Mitarbeiterbelange,
so konnte adidas-Salomon (Rang 5) mit einer ehrlichen Darstellung
der sozialen Herausforderungen in der Lieferantenkette punkten.
Der Nachhaltigkeitsbericht von Volkswagen wurde als bester Bericht
aus der Automobilbranche bewertet und erreichte insgesamt Rang
7. Unter den Top 10 befinden sich außerdem Axel Springer
(Rang 4), RWE (Rang 6), die HVB Group (zusammen mit VW auf Rang
7), die BMW Group (Rang 9), die Deutsche Telekom und BSH Bosch
Siemens Hausgeräte (beide Rang 10).
Ein Viertel der deutschen Konzerne legen überhaupt keinen
Umwelt- oder Nachhaltigkeitsbericht vor. Hierzu zählen die
DAX 30 Unternehmen Altana, Commerzbank, Continental, Eon, Linde
und Thyssen-Krupp. Aber auch Aldi, Lidl und Schlecker zeigen sich
laut IÖW nicht bereit, Rechenschaft über ihr Engagement
für Umwelt und Gesellschaft abzulegen.
Gerade großen Unternehmen werde heute eine besondere Verantwortung
gegenüber der Gesellschaft zugesprochen, die über die
Einhaltung von Gesetzen hinausgehe und soziale wie ökologische
Fragestellungen umfasse, so die Einschätzung von Winfried
Eismann, Vorstandsvorsitzender von future e.V. Angesichts international
gestiegener Stakeholderansprüche sei ein Nachhaltigkeitsbericht
deshalb kein Luxus mehr, sondern ein wichtiger Beitrag zur Akzeptanz
des unternehmerischen Handelns zumindest in öffentlichkeitssensiblen
Branchen.
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