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- 21.02.2005 -

 

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Nachhaltigkeitsberichte im Ranking

Beim Ranking der Nachhaltigkeitsberichte der 150 größten deutschen Unternehmen siegt Henkel knapp vor KarstadtQuelle und Otto.

(vv) - Unter den 150 größten deutschen Unternehmen informiert der Henkel-Konzern am besten darüber, wie er seine ökologische und soziale Verantwortung wahrnimmt. In einem Ranking der Nachhaltigkeitsberichte, das jetzt zum fünften Mal von der Unternehmervereinigung future e.V. und dem Berliner Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) durchgeführt wurde, kamen KarstadtQuelle und Otto auf die Plätze zwei und drei. Die Gesamtergebnisse veröffentlichte jetzt die Zeitschrift „Capital“. IÖW-Geschäftsführer Thomas Korbun betonte, das Bemühen der großen Konzerne, Vertrauen durch Transparenz zu schaffen, sei erkennbar gestiegen.

Das Ranking-Team bewertete neben inhaltlichen Aspekten wie „Interessen der Mitarbeiter“, „Soziale Verantwortung im Umfeld“ oder „Ökologische Aspekte der Produktion“ auch Glaubwürdigkeit, Klarheit und kommunikative Qualität der Berichte. Glänzte die Firma Henkel durch eine sehr gute Darstellung der Themen Produktsicherheit und Mitarbeiterbelange, so konnte adidas-Salomon (Rang 5) mit einer ehrlichen Darstellung der sozialen Herausforderungen in der Lieferantenkette punkten.

Der Nachhaltigkeitsbericht von Volkswagen wurde als bester Bericht aus der Automobilbranche bewertet und erreichte insgesamt Rang 7. Unter den Top 10 befinden sich außerdem Axel Springer (Rang 4), RWE (Rang 6), die HVB Group (zusammen mit VW auf Rang 7), die BMW Group (Rang 9), die Deutsche Telekom und BSH Bosch Siemens Hausgeräte (beide Rang 10).

Ein Viertel der deutschen Konzerne legen überhaupt keinen Umwelt- oder Nachhaltigkeitsbericht vor. Hierzu zählen die DAX 30 Unternehmen Altana, Commerzbank, Continental, Eon, Linde und Thyssen-Krupp. Aber auch Aldi, Lidl und Schlecker zeigen sich laut IÖW nicht bereit, Rechenschaft über ihr Engagement für Umwelt und Gesellschaft abzulegen.

Gerade großen Unternehmen werde heute eine besondere Verantwortung gegenüber der Gesellschaft zugesprochen, die über die Einhaltung von Gesetzen hinausgehe und soziale wie ökologische Fragestellungen umfasse, so die Einschätzung von Winfried Eismann, Vorstandsvorsitzender von future e.V. Angesichts international gestiegener Stakeholderansprüche sei ein Nachhaltigkeitsbericht deshalb kein Luxus mehr, sondern ein wichtiger Beitrag zur Akzeptanz des unternehmerischen Handelns – zumindest in „öffentlichkeitssensiblen“ Branchen.

 

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 Mehr Informationen:

Ranking der Nachhaltigkeitsberichte 2005

 

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