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- 08.02.2005 -

 

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Solarleuchte als ökologischer Entwicklungshelfer

An der TU Dresden hat ein Student eine Solarleuchte speziell für Entwicklungsländer entworfen.

(vv) - Weltweit verfügt fast die Hälfte aller Haushalte über keinen Stromanschluss. In absehbarer Zukunft besteht keine Chance für den Aufbau flächendeckender elektrischer Netze in den armen Ländern. Also brennen allabendlich auch weiterhin Millionen Petroleumleuchten in den Wohnstätten der Menschen in diesen Ländern. Im Rahmen eines interdisziplinären Projektes an der TU Dresden hat ein Student nun eine Solarleuchte speziell für Entwicklungsländer entworfen.

Verglichen mit einer Petroleumleuchte steigert die neu entwickelte Solarleuchte das Lichtangebot um das Dreifache und vermeidet die Verbrennung von beträchtlichen Mengen fossiler Brennstoffe. In Afrika werden nach Angaben der TU Dresden ca. 1,5 Millionen Tonnen Petroleum pro Jahr verbrannt. Jede Solarleuchte spare jährlich die Verbrennung von 35 Liter Petroleum ein. In einigen Ländern seien die Ausgaben für Petroleum bereits der größte Posten im Devisenhaushalt. Überall in den Tropen beginnt die Dunkelheit kurz nach 18.00 Uhr. Wegen der erträglicheren Temperaturen in den Abendstunden helfe der Übergang zur Solarleuchte den Menschen im ländlichen Raum, die Abendstunden besser zu nutzen als bisher. Für alle häuslichen oder gewerblichen Tätigkeiten, bei Arbeiten für Bildung und Schule sei das "saubere" und rußfreie Licht eine große Erleichterung.

Die Entwicklung erfolgte in Zusammenarbeit mit dem Verein "Solux", der bereits eine Solarleuchte für Entwicklungsländer entwickelt hat und seit 15 Jahren vertreibt. Die neuentwickelte Leuchte biete im Vergleich zur bestehenden Solarleuchte eine Reihe von Vorteilen. Durch die Verwendung einer leistungsstarken Licht emittierenden Diode (LED) als Leuchtmittel konnte Quecksilber aus der Leuchte verbannt werden, welches bisher in den Leuchtstofflampen vorhanden war. Die bisher verwendeten Nickel-Cadmium-Akkus zur Speicherung der Solarenergie wurden durch Nickel-Metallhydrid-Akkus ersetzt. Damit wird auch auf Cadmium verzichtet, welches ohnehin in der EU ab 2006 in elektrischen Geräten nicht mehr enthalten sein darf.

Einziges Problem der Leuchte: Sie existiert bisher nur alsModell im Computer. Gesucht werden jetzt Wege und Mittel, die Leuchte in die Realität umzusetzen.

 

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 Mehr Informationen:

SOLUX e.V.

 

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