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Solarleuchte als ökologischer Entwicklungshelfer
An der TU Dresden hat ein Student eine Solarleuchte
speziell für Entwicklungsländer entworfen.
(vv) - Weltweit verfügt fast die Hälfte aller Haushalte
über keinen Stromanschluss. In absehbarer Zukunft besteht
keine Chance für den Aufbau flächendeckender elektrischer
Netze in den armen Ländern. Also brennen allabendlich auch
weiterhin Millionen Petroleumleuchten in den Wohnstätten
der Menschen in diesen Ländern. Im Rahmen eines interdisziplinären
Projektes an der TU Dresden hat ein Student nun eine Solarleuchte
speziell für Entwicklungsländer entworfen.
Verglichen mit einer Petroleumleuchte steigert die neu entwickelte
Solarleuchte das Lichtangebot um das Dreifache und vermeidet die
Verbrennung von beträchtlichen Mengen fossiler Brennstoffe.
In Afrika werden nach Angaben der TU Dresden ca. 1,5 Millionen
Tonnen Petroleum pro Jahr verbrannt. Jede Solarleuchte spare jährlich
die Verbrennung von 35 Liter Petroleum ein. In einigen Ländern
seien die Ausgaben für Petroleum bereits der größte
Posten im Devisenhaushalt. Überall in den Tropen beginnt
die Dunkelheit kurz nach 18.00 Uhr. Wegen der erträglicheren
Temperaturen in den Abendstunden helfe der Übergang zur Solarleuchte
den Menschen im ländlichen Raum, die Abendstunden besser
zu nutzen als bisher. Für alle häuslichen oder gewerblichen
Tätigkeiten, bei Arbeiten für Bildung und Schule sei
das "saubere" und rußfreie Licht eine große
Erleichterung.
Die Entwicklung erfolgte in Zusammenarbeit mit dem Verein "Solux",
der bereits eine Solarleuchte für Entwicklungsländer
entwickelt hat und seit 15 Jahren vertreibt. Die neuentwickelte
Leuchte biete im Vergleich zur bestehenden Solarleuchte eine Reihe
von Vorteilen. Durch die Verwendung einer leistungsstarken Licht
emittierenden Diode (LED) als Leuchtmittel konnte Quecksilber
aus der Leuchte verbannt werden, welches bisher in den Leuchtstofflampen
vorhanden war. Die bisher verwendeten Nickel-Cadmium-Akkus zur
Speicherung der Solarenergie wurden durch Nickel-Metallhydrid-Akkus
ersetzt. Damit wird auch auf Cadmium verzichtet, welches ohnehin
in der EU ab 2006 in elektrischen Geräten nicht mehr enthalten
sein darf.
Einziges Problem der Leuchte: Sie existiert bisher nur alsModell
im Computer. Gesucht werden jetzt Wege und Mittel, die Leuchte
in die Realität umzusetzen.
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