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Kernkraftwerk Obrigheim geht demnächst vom Netz
Das Kernkraftwerk Obrigheim könnte im Mai
2005 vom Netz gehen. Es wäre nach Stade das zweite AKW, das
in Deutschland abgeschaltet würde.
(vv) - Das Kernkraftwerk Obrigheim geht demnächst vom Netz.
Dies geht aus einer Bekanntmachung hervor, die das Bundesamt für
Strahlenschutz (BfS) am Mittwoch veröffentlicht hat. "Nach
den uns vorliegenden Daten könnte Obrigheim im Mai 2005 abgeschaltet
werden", sagte ein BfS-Sprecher in Salzgitter. Obrigheim
ist damit das zweite Kernkraftwerk nach Stade, das im Rahmen des
zwischen Bundesregierung und Energieversorgungsunternehmen vereinbarten
Atomausstiegs (Atomkonsens) endgültig seinen Betrieb einstellt.
Das BfS erfasst und dokumentiert die in den deutschen Kernkraftwerken
erzeugten Strommengen und die daraus nach Atomgesetz resultierenden
Reststrommengen. Diese werden in der Regel einmal pro Jahr als
Gesamtbilanz veröffentlicht. Beträgt die voraussichtliche
Restlaufzeit eines Kernkraftwerkes jedoch weniger als sechs Monate,
so muss dies nach dem Atomgesetz monatlich bekannt gegeben werden.
"Die monatliche Bilanz vom November 2004 ergab, dass die
Reststrommenge von Obrigheim vermutlich noch bis Mai 2005 reicht.
Das tatsächliche Abschaltdatum hängt aber davon ab,
wie der Betrieb in Obrigheim in den nächsten Wochen weiterläuft",
teilte das BfS mit. In der Praxis könnten sich Restlaufzeiten
ändern, z. B. durch ungeplante Stillstände. Exakte Prognosen,
wann ein Kernkraftwerk tatsächlich außer Betrieb genommen
wird, seien daher nicht möglich. Die Reststrommengen aller
deutschen Kernkraftwerke können im Internet eingesehen werden.
Obrigheim ist das derzeit älteste von insgesamt noch 18
betriebenen Kernkraftwerken in Deutschland. Es ging erstmals 1968
in Betrieb. Obrigheim ist das zweite Kernkraftwerk nach Stade
im November 2003, dass im Rahmen des zwischen Bundesregierung
und Energieversorgungsunternehmen vereinbarten Atomausstiegs vom
Netz geht.
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