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Ausbau erneuerbarer Energien weltweit
Das im Sommer beschlossene internationale Aktionsprogramm
für erneuerbare Energien kann einen großen Beitrag
zur Verringerung der globalen Kohlendioxid-Emissionen leisten.
(vv) - Durch den Ausbau erneuerbarer Energien könnten sich
im Jahr 2015 die globalen Kohlendioxid-Emissionen um 1,2 Milliarden
Tonnen verringern - mehr als der gesamte CO2-Ausstoß Deutschlands
im Jahr 1990. Dies ergab nach Angaben des Bundesumweltministeriums
(BMU) die Auswertung des internationalen Aktionsprogramms, das
im Juni letzten Jahres auf der Internationalen Konferenz für
Erneuerbare Energien (renewables 2004) beschlossen wurde.
Im Rahmen des Aktionsprogramms hätten Regierungen, internationale
Organisationen, Finanzierungsinstitutionen, Unternehmen und Verbände
ihre Bereitschaft untermauert, erneuerbare Energien in den nächsten
Jahren zu fördern und eine Energiewende voranzutreiben. Die
unterschiedlichen Beiträge reichten von konkreten Ausbauzielen
über die Gestaltung von Rahmenbedingungen bis zur Intensivierung
von Forschung und Entwicklung, teilte das BMU am Freitag in Berlin
mit.
In der nun vorliegenden Analyse seien die knapp 200 Aktionen
des Programms ausgewertet worden. Mehr als 100 der Beiträge
seien durch einzelne Regierungen eingereicht worden. Fast 30 Staaten
der Welt hätten konkrete Ausbauziele benannt. Die im Hinblick
auf die Verminderung des CO2-Ausstoßes wirksamste Einzelaktion
sei die Ankündigung Chinas, bis zum Jahr 2010 ein Zehntel
seines Strombedarfs mit Sonnen-, Wind- und kleineren Wasserkraftwerken
zu erzeugen. Die dazu vorgesehenen neuen Kapazitäten entsprächen
rund 200 Kohlekraftwerken, so das BMU.
Zum weltgrößten Produzenten geothermischer Energie
wollten die Philippinen avancieren. Bis zum Jahr 2013 würden
sie ihre Stromproduktion aus Wasserkraft, Solarenergie und Geothermie
verdoppeln. Für Deutschland werde das im Erneuerbare-Energien-Gesetz
fixierte Ausbauziel von 20 Prozent Strom aus erneuerbaren Energien
bis 2020 schon im Jahre 2015 dazu beitragen, 42 Millionen Tonnen
CO2 einzusparen.
Die Bundesregierung setze sich weiterhin für eine Überprüfung
des internationalen Aktionsprogramms im Rahmen der Nachhaltigkeitskommission
der UN (Commission on Sustainable Development) ein. Dies soll
bei einer Konferenz in China Ende 2005 vorbereitet werden.
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