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Studie: Stromnetz für die Aufnahme von Strom aus Windkraft
geeignet
Das Umweltministerium hält nach einer Studie
das deutsche Stromnetz für die Aufnahme von Strom aus Windkraft
geeignet. Zeitungsberichte warnen jedoch vor dem Risiko großflächiger
Stromausfälle und hohen Kosten.
(vv) - Die Integration der Windenergie in Deutschland an Land
und auf dem Meer in das Stromnetz lässt sich bis zum Jahr
2020 zu vernünftigen Kosten bewältigen. Dies ergibt
sich nach Angaben des Bundesumweltministeriums (BMU) aus dem Entwurf
des Abschlussberichtes des Netzgutachtens der Deutschen Energie-Agentur
(dena). Danach falle der Ausbau der Stromnetze geringer und moderater
aus als erwartet, wodurch keine erheblichen Auswirkungen auf die
Strompreise zu erwarten seien. Nach ersten Schätzungen müsste
ein Durchschnittshaushalt für diesen Netzausbau insgesamt
zwischen 0,7 und 1,1 Cent pro Jahr bezahlen. Sollten sich die
Informationen bestätigen, hält das Gutachten bis 2007
keinen Netzneubau für notwendig. Erst danach wäre das
Netz stufenweise auszubauen.
Die "Berliner Zeitung" meldete hingegen am Montag,
laut der dena-Studie erhöhe der "politisch forcierte
Ausbau der Windenergie unter den gegenwärtig geltenden Rahmenbedingungen
das Risiko großflächiger Stromausfälle in Deutschland
und Europa." Der Studie zufolge müsse wegen der zusätzlichen
Windkraftanlagen zudem bis 2010 ein Betrag von gut einer Milliarde
Euro in das deutsche Hochspannungsnetz investiert werden, heißt
es in dem Zeitungsbericht weiter. Weitere zwei Milliarden Euro
seien für den windkraftbedingten Netzausbau bis zum Jahr
2020 erforderlich. Dabei noch nicht berücksichtigt seien
die auf gut 15 Milliarden Euro veranschlagten Anschlusskosten
für die beabsichtigten Offshore-Windpark-Projekte in Nord-
und Ostsee.
Erhebliche Zusatzkosten entstünden zudem durch die notwendige
Vorhaltung einer wachsenden Zahl von konventionellen Ersatzkraftwerken.
Deren Leistung wird dann benötigt, wenn die Windkraftanlagen
wegen Flaute oder Sturm abgeschaltet werden müssen.
Die dena wies am Montag darauf hin, dass der der Endbericht der
Studie bislang lediglich als Entwurf vorliege und zurzeit durch
externe Gutachter geprüft werde. Die Studienergebnisse würden
am 17. Januar der Öffentlichkeit vorgestellt. Erst dann könne
man sich detalliert zum Thema äußern.
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