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- 11.01.2005 -

 

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Studie: Stromnetz für die Aufnahme von Strom aus Windkraft geeignet

Das Umweltministerium hält nach einer Studie das deutsche Stromnetz für die Aufnahme von Strom aus Windkraft geeignet. Zeitungsberichte warnen jedoch vor dem Risiko großflächiger Stromausfälle und hohen Kosten.

(vv) - Die Integration der Windenergie in Deutschland an Land und auf dem Meer in das Stromnetz lässt sich bis zum Jahr 2020 zu vernünftigen Kosten bewältigen. Dies ergibt sich nach Angaben des Bundesumweltministeriums (BMU) aus dem Entwurf des Abschlussberichtes des Netzgutachtens der Deutschen Energie-Agentur (dena). Danach falle der Ausbau der Stromnetze geringer und moderater aus als erwartet, wodurch keine erheblichen Auswirkungen auf die Strompreise zu erwarten seien. Nach ersten Schätzungen müsste ein Durchschnittshaushalt für diesen Netzausbau insgesamt zwischen 0,7 und 1,1 Cent pro Jahr bezahlen. Sollten sich die Informationen bestätigen, hält das Gutachten bis 2007 keinen Netzneubau für notwendig. Erst danach wäre das Netz stufenweise auszubauen.

Die "Berliner Zeitung" meldete hingegen am Montag, laut der dena-Studie erhöhe der "politisch forcierte Ausbau der Windenergie unter den gegenwärtig geltenden Rahmenbedingungen das Risiko großflächiger Stromausfälle in Deutschland und Europa." Der Studie zufolge müsse wegen der zusätzlichen Windkraftanlagen zudem bis 2010 ein Betrag von gut einer Milliarde Euro in das deutsche Hochspannungsnetz investiert werden, heißt es in dem Zeitungsbericht weiter. Weitere zwei Milliarden Euro seien für den windkraftbedingten Netzausbau bis zum Jahr 2020 erforderlich. Dabei noch nicht berücksichtigt seien die auf gut 15 Milliarden Euro veranschlagten Anschlusskosten für die beabsichtigten Offshore-Windpark-Projekte in Nord- und Ostsee.

Erhebliche Zusatzkosten entstünden zudem durch die notwendige Vorhaltung einer wachsenden Zahl von konventionellen Ersatzkraftwerken. Deren Leistung wird dann benötigt, wenn die Windkraftanlagen wegen Flaute oder Sturm abgeschaltet werden müssen.

Die dena wies am Montag darauf hin, dass der der Endbericht der Studie bislang lediglich als Entwurf vorliege und zurzeit durch externe Gutachter geprüft werde. Die Studienergebnisse würden am 17. Januar der Öffentlichkeit vorgestellt. Erst dann könne man sich detalliert zum Thema äußern.

 

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 Mehr Informationen:

BMU

Berliner Zeitung

vista verde: Offshore-Windenergie

 

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