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- 06.01.2005 -

 

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Rot-Grün will Kennzeichnungspflicht für Strom ausweiten

Die Stromrechnung soll künftig detailliert Auskunft geben, wo der Strom herkommt und wie viele Schadstoffe bei seiner Erzeugung entstanden sind.

(vv) - Stromlieferanten sollen ihren Kunden künftig detaillierte Auskünfte über den gelieferten Strom erteilen müssen. Darauf einigten sich nach Angaben der "Financial Times Deutschland" die Koalitionsfraktionen im Rahmen der Verhandlungen zur Novelle des Energiewirtschaftsgesetzes am Dienstagabend in Berlin.

Danach sollen Energieversorger nicht nur die Anteile von Kernkraft, Braunkohle, Steinkohle, Erdgas sowie erneuerbaren Energien im Energiemix ausweisen, sondern auch über die Menge der Kohlendioxid-Emissionen oder des radioaktiven Mülls Auskunft geben, die bei der Erzeugung des Stroms entstanden ist.

Die Grünen-Energieexpertin Michaele Hustedt bestätigte am Mittwoch die Absicht der Koalitionsfraktionen. Formelle Beschlüsse seien jedoch noch nicht gefasst. Dies soll laut Hustedt bis Ende Januar geschehen.

Die Umweltorganisation Greenpeace begrüßte die geplante Verschärfung der Stromkennzeichnung. Die Energiekonzerne müssten nun auch darüber informieren, wie stark die Erzeugung ihres Stroms das Klima belaste und wie viel Atommüll dabei anfalle. "Mit diesen Informationen können Millionen von Kunden endlich zwischen 'dreckigem' und 'sauberem' Strom unterscheiden. Verbraucher haben Macht und können sie bald auch auf dem Energiemarkt ausüben", sagte Jörg Feddern, Energieexperte von Greenpeace.

"Wichtig ist jetzt, das Kennzeichnungslabel einheitlich zu gestalten, damit der Verbraucher leicht vergleichen kann", forderte Feddern. "Bislang fehlt allerdings die Verpflichtung, das Herkunftsland des Stromes zu nennen. Aber nur darüber erfährt der Verbraucher, ob sein Strom aus unsicheren Atomkraftwerken aus der Ukraine oder Tschechien stammt. Hier müssen die Koalitionsfraktionen noch nachbessern."

 

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© PhotoCase.de

Blauer, gelber oder grüner Strom? Die Herkunft steht künftig auf der Rechnung.

 

 Mehr Informationen:

Michaele Hustedt

Greenpeace

 

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