vista verde SucheNewsThemenAktion

v i s t a   v e r d e   n e w s   -   W i r t s c h a f t  &  E n e r g i e


- 15.12.2004 -

 

  Nachrichten aus Umwelt und Natur täglich frei Haus - abonnieren Sie unseren kostenlosen Newsletter:
 
 
[ mehr Infos ]


 

Rekordschäden durch extremes Wetter

Folgen des Klimawandels: Wirbelstürme, Überschwemmungen und andere Naturkatastrophen haben die Versicherer in diesem Jahr Milliarden gekostet.

(jkm) - In den Annalen der Versicherungsbranche dürfte das Jahr 2004 als das bislang teuerste vermerkt werden. Entsprechende Zahlen stellte die Münchener Rück heute auf der Klimakonferenz der Vereinten Nationen in Buenos Aires vor. Allein in den ersten zehn Monaten dieses Jahres haben Wirbelstürme, Überschwemmungen und andere wetterbedingte Naturkatastrophen die Versicherer weltweit rund 35 Milliarden US-Dollar gekostet. Im gleichen Vorjahreszeitraum waren es 16 Milliarden Dollar.

"Ebenso wie in den Jahren 2002 und 2003, wird die Gesamtbilanz der Naturkatastrophen erneut von wetterbedingten Ereignissen dominiert - viele davon Ausnahmeerscheinungen", so Thomas Loster, Klimaexperte des Rückversicherers. Im Jahr 2004 seien 98 Prozent aller Verluste und fast 100 Prozent aller versicherten Schäden auf das Wetter zurückzuführen. "Die Menschheit muss dieses gefährliche Experiment beenden, das sie in der Erdatmosphäre durchführt."

Karibik traf es besonders hart

Die Höhe der wetterbedingten wirtschaftlichen Einbußen, in der Regel nicht versichert, schätzt die Münchener Rück auf 90 Milliarden Dollar, verglichen mit durchschnittlich 70 Milliarden Dollar in den Vorjahren. Besonders hart traf es beispielsweise mehrere kleine Staaten in der Karibik, wo der Hurrikan Iwan nicht nur zahlreiche Menschenleben forderte, sondern auch landwirtschaftliche Anbauflächen und damit Tausende Arbeitsplätze vernichtete. Ebenfalls kostspielig war der erste, jemals im Südatlantik aufgetretene Hurrikan Catarina.

Töpfer: in Katastrophenschutz investieren

"Es ist unabdingbar, dass wir den ärmeren Nationen helfen, die Folgen des Klimawandels zu verkraften und ihre besondere Anfälligkeit zu reduzieren", so Klaus Töpfer, der Direktor des Umweltprogramms der Vereinten Nationen (UNEP). Schätzungen zufolge, spare jeder in den Katastrophenschutz investierte Dollar sechs Dollar an Wiederaufbaukosten. "Dies kann jedoch kein Vorwand sein, die Emissionen nicht zurückzufahren." Inselnationen und tief liegende Staaten wie Bangladesch könnten sich nur so lange anpassen, bis sie schließlich überflutet würden.

 

 Seite druckenSeite drucken


© ArtToday

Wirbelstürme und andere Naturkatastrophen haben die Versicherer in diesem Jahr Milliarden gekostet.

 

 Mehr Informationen:

UNEP

Hurrikans im Aufwind?

 

 Lesen Sie auch:

Mehr Hitzewellen erwartet

Treibhausgasreduktion finanziell machbar

Europa muss sich Klimawandel anpassen

Klimaexperte Latif: "Klimawandel löst Völkerwanderung aus"

Naturkatastrophen: Versicherer warnen vor Kosten des Klimawandels

 

 Werbung

zurück zur vorherigen Seite    nach oben

News: Seite 1 | Politik | Natur | Wissenschaft| Wirtschaft
Rubriken: Home | Suche | News | Themen | Aktion
vista verde: Impressum | Hilfe | Werbung

 

© vista verde 2004
Alle Rechte vorbehalten
Jede Vervielfältigung - auch auszugsweise - bedarf der Genehmigung