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Studie: Gasverluste aus russischen Pipelines nur gering
Laut einer Studie des Wuppertal Instituts entweicht
aus Lecks in russischen Pipelines deutlich weniger Erdgas als
bisher angenommen.
(vv) - Die Klimabilanz von Erdgas ist besser als die von Öl
und Kohle - dies ist das Fazit einer neuen Studie des Wuppertal
Instituts zu den Auswirkungen von Treibhausgasemissionen des russischen
Erdgas-Pipeline-Systems auf das Klima. Die Studie basiert auf
umfangreichen Emissions-Messungen an russischen Export-Pipelines
und Erdgasanlagen in Sibirien.
Professor Peter Hennicke, Präsident des Wuppertal Instituts,
sagte anlässlich der Vorstellung der Studie in Berlin: "Die
vereinzelt anzutreffenden Aussagen über hohe Gasverluste
im russischen Exportleitungssystem konnten nicht bestätigt
werden. Der größere Anteil der Treibhausgasemissionen
entsteht nicht durch Leckagen, sondern beim Einsatz von Erdgas
als Antriebsenergie für den Transport nach Westeuropa und
durch Wartungsarbeiten. Insgesamt liegen die Freisetzungen in
einer Größenordnung von rund einem Prozent, bezogen
auf die transportierte Erdgasmenge."
Insgesamt - bezogen auf die gesamten Treibhausgasemissionen der
Energieträger - weise damit das in Deutschland genutzte Erdgas
einen deutlichen Vorteil von mehr als 25 Prozent gegenüber
dem Öl auf. Die Studie kommt zu dem Schluss, dass Erdgas
damit der fossile Energieträger mit den mit Abstand geringsten
Treibhausgasemissionen ist. Die verstärkte Nutzung von Erdgas
sei "daher eine sinnvolle und notwendige Ergänzung einer
Klimaschutzstrategie, die auf die erheblich effizientere Nutzung
aller Energieträger und auf den Umstieg auf erneuerbare Energien
zielt."
Russisches Erdgas trägt mit rund einem Drittel zur deutschen
Gasversorgung bei. Der in Westsibirien geförderte Rohstoff
wird über mehr als 5.000 Kilometer lange Pipelines nach Deutschland
und Westeuropa transportiert. Im Jahr 2003 strömten rund
31 Milliarden Kubikmeter Erdgas aus Russland nach Deutschland.
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