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- 07.12.2004 -

 

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Wirtschaft soll nachhaltige Produkte kennzeichnen

Verbraucherministerin Künast hat zum Start einer neuen Kampagne die Wirtschaft zu Kennzeichnung nachhaltiger Produkte aufgefordert.

(vv) - Verbraucherministerin Renate Künast (Grüne) hat von der Wirtschaft eine klare Kennzeichnung der Herkunft und Herstellung von Waren gefordert. „Mit unseren Kaufentscheidungen beeinflussen wir jeden Tag aktiv nicht nur unser eigenes Leben, sondern das vieler anderer in anderen Teilen der Erde und das Leben nachfolgender Generationen. Denn wir bestimmen auch darüber, wie etwas hergestellt wurde, welche Folgen für die Umwelt die Herstellung hatte, wer es hergestellt hat und wie es zu uns gekommen ist“, erklärte die Ministerin zum Auftakt der Kampagne „Echt gerecht – clever kaufen“ am Montag in Berlin.

Die Initiative des Verbraucherministeriums ist Teil der „Nationalen Nachhaltigkeitsstrategie“ der Bundesregierung und wird auch von anderen Akteuren für eine nachhaltige Lebensweise unterstützt. Schwerpunkte der Kampagne sind die vier Themenbereiche „Lebensmittel und Ernährung“, „Textilien, Bekleidung und Spielzeug“, „Reisen, Mobilität und Geldanlagen“ und „Bauen, Wohnen, Haushalt und Energie“.

„Verbraucherinnen und Verbraucher sollen die Wahl haben. Sie sollen so einkaufen können, dass sie für gerechtere Lebens- und Arbeitsbedingungen anderer sorgen – also „nachhaltig konsumieren. Dazu brauchen sie die notwendige Aufklärung und Information, um sofort erkennen zu können, was wirklich in und hinter einem Produkt steckt“, sagte die Ministerin.

Faires Spielzeug

Ein Element der Kampagne sei die Aktion „Augen auf beim Spielzeugkauf“. Ein Großteil der Spielwaren in den Regalen der Geschäfte werde unter unwürdigen Bedingungen hergestellt: Inakzeptable Zustände beim Arbeits- und Brandschutz, Gesundheitsschutz, mangelnde Sozialstandards beuten die Arbeiterinnen und Arbeiter in den Fabriken aus, insbesondere junge Frauen. Immer wieder würden auch Fälle von Kinder- und Zwangsarbeit bekannt.

Zwar habe sich der Internationale Verband der Spielwarenindustrie mit seinem Code of Business Practices Regeln gegeben, die Mindeststandards festlegen. Doch erstens produzierten erst verschwindend wenige Hersteller nach diesem Code und zweitens könne der Verbraucher selbst die Produkte nicht erkennen, die nach den Bedingungen des Codes of Business Pratices hergestellt wurden.

„Das kann nicht so bleiben. Ich fordere deshalb die Wirtschaft auf, mit einer klaren Kennzeichnung uns Verbraucherinnen und Verbrauchern den Weg durch die Regale zu erleichtern. Wir wollen Gerechtigkeit auch kaufen können!“, unterstrich die Ministerin.

 

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© PhotoCase.de

Die Kampagne startet mit der Aktion „Augen auf beim Spielzeugkauf“.

 

 Mehr Informationen:

Kampagne "Echt Gerecht – clever kaufen"

 

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