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Siemens will China Sicherheitstechnik für Atomkraftwerke
liefern
Der Siemens-Konzern will nach Medieninformation
China die Sicherheitstechnik für 20 geplante Atomkraftwerke
liefern.
Hamburg (vv) - Das Interesse von Siemens an lukrativen Atom-Geschäften
mit China droht auch dieses Jahr die Fernost-Reise des Kanzlers
zu überschatten. Nach einem Bericht des Hamburger Magazins
"Stern" würde der Konzern gern die Sicherheitsleittechnik
für 20 Atomkraftwerke liefern, deren Bau die chinesische
Führung 2005 ausschreiben will. Siemens wolle den Auftrag,
bei dem es um mehrere 100 Millionen Euro gehe, über staatliche
Hermes-Bürgschaften absichern. Auf jeden Fall aber brauche
das Unternehmen eine Exportgenehmigung - eine Zumutung für
Gerhard Schröders grünen Koalitionspartner.
"Kommt nicht in Frage", sagte Sicherheitsexperte Winfried
Nachtwei zum "Stern". "Unsere Haltung ist klar.
Es gibt keine Hermes-Bürgschaften für diese Art von
Geschäften." Siemens-Chef Heinrich von Pierer antichambrierte
deshalb laut "Stern" während der China-Reise bei
Bundestagsvizepräsidentin Antje Vollmer: Die Grünen
müssten doch daran interessiert sein, dass die Chinesen nicht
die veraltete Sicherheitstechnik der Russen einsetzen, sondern
"die beste der Welt".
Die Grünen-Führung lehnt den Export von Atomtechnik
kategorisch ab, bemüht sich aber, einen drohenden Konflikt
möglichst geräuschlos zu entschärfen. Im Dezember
2003 hatte Siemens mit dem Plan, die stillgelegte Hanauer Brennelementefabrik
an China zu liefern, eine schwere Koalitionskrise ausgelöst.
Die entsprechende Voranfrage von Siemens wird immer noch im Außenministerium
"geprüft".
Nach Angaben der Umweltorganisation Urgewald werden die Hermesleitlinien
gerade überarbeitet, um sie internationalen Umweltleitlinien
für Exportkreditagenturen anzupassen. Erst in der vergangenen
Woche hatten Umweltorganisationen die Bundesregierung aufgefordert,
dabei grundlegende Reformforderungen umzusetzen und das Atomausschlusskriterium
zu präzisieren.
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