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Ausbau der erneuerbaren Energien in der EU
Die EU hat einen Fahrplan zum weiteren Ausbau
der erneuerbaren Energien über das Jahr 2010 hinaus beschlossen.
(vv) - Der Energieministerrat der EU hat in Brüssel Schlussfolgerungen
zum weiteren Ausbau der erneuerbaren Energien in den 25 EU-Ländern
angenommen. Danach wird die EU-Kommission im nächsten Jahr
einen umfassenden Bericht zur bisherigen Entwicklung der erneuerbaren
Energien sowie einen Vorschlag für europäische Ausbauziele
über 2010 hinaus vorlegen. Auf dieser Grundlage will die
EU im Jahr 2007 über die weiterführende Förderpolitik
für erneuerbare Energien und Ausbauziele bis zum Jahr 2020
beschließen. Dies teilte das Bundesumweltministerium am
Montag mit.
Die EU-Kommission habe noch vor der Internationalen Konferenz
für Erneuerbare Energien im Mai 2004 eine Mitteilung zur
Entwicklung erneuerbarer Energien in Europa vorgelegt. Darin sei
festgestellt worden, dass neben Deutschland auch Spanien, Dänemark
und Finnland auf dem richtigen Weg seien, ihre Ziele für
2010 zu erreichen. In den heute angenommenen Schlussfolgerungen
bestätige der Rat die Absicht der Kommission, die Förderinstrumente
auf Gemeinschaftsebene konsequent zu nutzen und den erneuerbaren
Energien eine Priorität bei der künftigen Ausgestaltung
der Struktur- und Kohäsionsfonds der Gemeinschaft einzuräumen.
Bundesumweltminister Jürgen Trittin begrüßte
das Votum des Energieministerrates: "Um unsere Klimaschutzverpflichten
in Europa insgesamt erfüllen zu können, brauchen wir
dringend - neben einer wesentlich höheren Energieeffizienz
- den rapiden Ausbau der erneuerbaren Energien in Europa. Deutschland
ist mit gegenwärtig gut 10 Prozent Strom aus erneuerbaren
Energien auf dem besten Weg, sein Ausbauziel von 12,5 Prozent
für das Jahr 2010 zu erfüllen."
In den Schlussfolgerungen fordert der Rat laut dem Umweltministerium
des weiteren die Kommission zur Vorlage einer Strategie für
das mittelfristige bis langfristige Vorgehen über 2010 hinaus
auf. Dazu gehöre auch die Entwicklung eines Aktionsplans
"Energie aus Biomasse", um die bei weitem noch nicht
genutzten Potenziale aus Altholz oder pflanzlichen Abfällen
kosteneffizient und nachhaltig zu nutzen.
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