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- 17.11.2004 -

 

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BUND: 500.000 neue Jobs im Umweltschutz möglich

Im Umwelt- und Naturschutz gibt es nach Einschätzung des BUND riesige Beschäftigungsmöglichkeiten.

(vv) - Im Jahr 2010 könnten in Deutschland über zwei Millionen Menschen in Umwelt- und Naturschutzbranchen arbeiten. Diese Zahl hält der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) für erreichbar, wenn die Bundesregierung ihre Wirtschafts- und Energiepolitik ökologisch konsequenter ausrichte. Möglich seien dreistellige Zuwachsraten in den Bereichen Erneuerbare Energien, nachhaltige Mobilität und Bio- Landwirtschaft. Zweistellige prozentuale Zuwächse seien im Öko- Tourismus und im Naturschutz erreichbar.

"Schon heute gibt Umwelt- und Naturschutz eineinhalb Millionen Menschen Arbeit. Über eine halbe Million können mindestens hinzu kommen, wenn der politische Wille da ist. Energie- und Mobilitätsdienstleistungen bieten das größte Arbeitsplatzpotential. Im Ökolandbau arbeiten immer mehr Menschen, Naturschutz und naturnaher Tourismus bieten bereits Tausenden Arbeit. Umweltschutz schafft Jobs - und die Potentiale sind vielversprechend", sagte die BUND-Vorsitzende Angelika Zahrnt am Mittwoch in Berlin.

Etwa 300.000 Arbeitsplätze könnten laut BUND im Bereich Erneuerbare Energien und Energiedienstleistungen entstehen, 200.000 durch eine nachhaltige Verkehrspolitik. Zehntausende neue Jobs seien in der ökologischen Landwirtschaft und im Naturschutz-Tourismus möglich. Auch in der Chemie- und der Recyclingbranche schaffe eine konsequente Umweltpolitik viele innovative Arbeitsplätze.

Aufgabe der rot-grünen Bundesregierung sei es, optimale Rahmenbedingungen für mehr Arbeitsplätze im Umwelt- und Naturschutz zu schaffen. Vorrang habe eine entsprechende Gesetzgebung im Energie- und Verkehrsbereich. Wichtig sei auch die Förderung ökologischer Wachstumsbranchen wie Kraft-Wärme-Kopplung und Energie-Contracting. In der Landwirtschaft böten regionale Vermarktungsstrategien und die offensive Bewerbung von Gütesiegeln die besten Voraussetzungen für mehr Beschäftigung. Agrarbeihilfen müssten verstärkt an die Schaffung von Arbeitsplätzen gebunden werden. Wichtig sei auch die Fortführung ökologischer Finanzreformen und der Abbau umweltschädlicher Subventionen.

 

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 Mehr Informationen:

BUND-Broschüre "Umwelt und Beschäftigung" (pdf)

 

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