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- 15.11.2004 -

 

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Ökosteuer hilft dem Klima

Führende deutsche Wissenschaftler haben auf dem Hamburger Klimakongress ein besseres Verkehrssystem, mehr Effizienz und gerechtere Steuern gefordert.

(vv) - "Die Tragfähigkeit der Erdatmosphäre ist erschöpft, wir müssen schnell handeln", sagte der Klimaexperte Hartmut Graßl vom Hamburger Max-Planck-Institut für Meteorologie. Auf der dreitägigen Konferenz tauschten Wissenschaftler und Vertreter aus Wirtschaft und Politik ihre Erkenntnisse aus. Organisiert wurde der Kongress vom BUND Hamburg und dem Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie.

Peter Hennicke, Präsident des Wuppertal Instituts, stellte fest, dass der Bereich Verkehr rund ein Drittel des deutschen Energieverbrauchs ausmacht und damit das Klima wesentlich belastet. Er sieht in fahrzeugtechnischen Verbesserungen die beste Möglichkeit zur Senkung der Klimaemissionen des Verkehrs.

"Effizienz ist unsere heimische Ölquelle", bestätigte Axel Friedrich vom Umweltbundesamt. Er beklagte, dass nach wie vor in vielen Kommunen der Klimaschutz kein Maßstab für die Verkehrspolitik sei. Heiner Monheim von der Universität Trier kritisierte eine einseitige Fixierung der Politik auf das Auto. Er warnte davor, ein System, das bei uns an vielen Stellen bereits zum Kollaps führe, in Entwicklungs- und Schwellenländer zu übertragen.

Ökosteuer weiterentwickeln

Joachim Kettner von der Deutschen Bahn AG kritisierte, dass im Gegensatz zum Flugverkehr die Bahn sowohl Treibstoff- als auch Ökosteuer zahlen muss: "Nachhaltige Mobilitätspolitik muss im Interesse unserer Umwelt faire Rahmenbedingungen zwischen den Verkehrsträgern gewährleisten."

Zu diesen Rahmenbedingungen gehörten Preise, welche die ökologische Wahrheit sagen, betonte auch Klimaexperte Graßl. Er warb dafür, die Ökosteuer in Deutschland beizubehalten und weiterzuentwickeln. Zusammen mit den insgesamt steigenden Kraftstoffpreisen sei sie die Ursache dafür, dass der Autoverkehr hierzulande seit wenigen Jahren nicht mehr weiter ansteige. "Die Ökosteuer greift", so der Klimaforscher.

Der Kongress mit seinen zahlreichen Einzelveranstaltungen und insgesamt mehr als 800 Teilnehmerinnen und Teilnehmern mache deutlich, dass für den Klimaschutz im Verkehr noch sehr viel getan werden kann und muss, so die Hamburger BUND-Vorsitzende Maren Jonseck-Ohrt. "In der Wissenschaft liegen die Fakten vor und es gibt viele gute Konzepte. Jetzt kommt es darauf an, dass die Politik sie zur Kenntnis nimmt."

 

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 Mehr Informationen:

Kongress "Verkehr macht Klima"

 

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