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BUND: Ökologische Finanzreform weiterführen
Der Bund für Umwelt und Naturschutz hat
die rot-grüne Bundesregierung aufgefordert, die ökologische
Steuerreform fortzusetzen.
(vv) - Um die Umwelt zu entlasten, ökologisch schädliche
Subventionen abzubauen und die Lohnnebenkosten zu senken hat der
Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) einen
Plan zur Weiterführung der ökologischen Finanzreform
vorgelegt. Der Vorschlag beinhaltet die Überarbeitung der
Ökosteuer-Ermäßigungen für das produzierende
Gewerbe, die Einführung einer Kerosinsteuer für inländische
Flüge und die Angleichung der Diesel-Mineralölsteuer
an die Steuer für Normalbenzin.
Steuer für Diesel-PKW anheben
Die um 18 Cent pro Liter geringere Steuer für Diesel-PKW
müsse schrittweise an die Steuer für Normalbenzin angeglichen
werden, forderte der BUND. Sobald die LKW-Maut eingeführt
sei, könne die Dieselsteuer für den gewerblichen und
den privaten Verbrauch differenziert werden. Gleichzeitig solle
die KFZ-Steuer reformiert und künftig nach dem Kohlendioxid-
und Schadstoffausstoß festgelegt werden.
Kerosinsteuer im Flugverkehr
Die seit Januar 2004 gültige neue EU-Energiesteuerrichtlinie
ermögliche zudem erstmals die Einführung einer Kerosinsteuer.
Die derzeitige Steuerbefreiung subventioniere das klimaschädlichste
Verkehrsmittel Flugzeug jährlich mit 373 Millionen Euro.
SPD und Grüne könnten eine entsprechende Änderung
im Mineralölsteuergesetz ohne Zustimmung des Bundesrates
umsetzen.
Ökosteuereinnahmen für Klimaschutz
verwenden
In Zukunft solle ein Teil der zusätzlichen Ökosteuereinnahmen
für Klimaschutzprogramme genutzt werden. Mit Ökosteuer-Stufen
von einem halben Cent je Kilowattstunde bei der Stromsteuer und
einem Cent je Liter bei fossilen Heizstoffen könne die Altbausanierung
und die effiziente Stromnutzung mehr Schub bekommen, meint der
BUND.
Keine Erhöhung bei hohen Spritpreisen
Insgesamt sei die Bilanz der ersten fünf Ökosteuer-Stufen
positiv. Um durchschnittlich zwei Prozent sei der Kraftstoffverbrauch
zwischen 1999 und 2003 jeweils im Vergleich zum Vorjahr zurückgegangen.
Die Festlegung weiterer Ökosteuer-Schritte sei geboten. Eine
angesichts hoher Rohölpreise vertretbare Pause bei der Erhöhung
der Mineralölsteuer dürfe nicht zum Stillstand der gesamten
ökologischen Steuerreform führen. Deutschland könne
sich nur aus der Abhängigkeit vom Rohöl befreien, wenn
die Bundesregierung die Anreize zum Energiesparen verbessere.
Klimaschutz verträgt keine Pause
Angelika Zahrnt, BUND-Vorsitzende: "Die ökologische
Steuerreform ist ein Erfolgsmodell. Sie entlastet die Umwelt,
schafft neue Arbeitsplätze und senkt die Lohnnebenkosten.
Sie hat noch Schwächen, aber es lohnt sich, sie zu verbessern
und fortzuführen. Der Klimaschutz verträgt keine Pause,
es geht darum, neue energieeffiziente Innovationen anzustoßen.
Die rot-grüne Koalition muss Weitblick beweisen und die ökologische
Finanzreform noch in diesem Jahr weiter entwickeln."
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