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- 02.11.2004 -

 

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China will erneuerbare Energien erheblich ausbauen

China will die Nutzung erneuerbarer Energien in den nächsten Jahren erheblich ausbauen.

(vv) - China will einen wachsenden Teil seines Energiebedarfs aus erneuerbaren Quellen decken. Bis zum Jahr 2020 will das Land nicht weniger als zwölf Prozent seines Stroms aus Sonne, Wind und kleiner Wasserkraft beziehen. "China steht vor einem großen Sprung nach vorn bei den Erneuerbaren", sagte Bundesumweltminister Jürgen Trittin am Dienstag zum Abschluss seines Besuchs in der chinesischen Hauptstadt Peking. Dort hatte er die dritte Weltwindenergie-Konferenz eröffnet und politische Gespräche mit Mitgliedern der chinesischen Regierung geführt.

China wolle zur Bewältigung seiner Energieprobleme verstärkt auf Energieeffizienz, erneuerbare Energien und Diversifizierung des Energieangebotes setzen, so Trittin. So sollen bis 2020 12 Prozent der Stromversorgung aus erneuerbaren Energien bereitgestellt.werden. Das entspricht 120.000 MW installierter Leistung - dem Fünffachen der in Deutschland heute installierten Kapazität und dem Zehnfachen dessen, was China heute an Atomkraft hat.

Riesige Potentiale der Windenergie

Dabei wolle China vor allem die "riesigen Potentiale der Windenergie" nutzen, wobei das Know-how deutscher Hersteller eine große Rolle spielen werde. Am Rande der Weltwindenergiekonferenz wurden Lizenzverträge zwischen deutschen und chinesischen Herstellern über den Bau von Windenergieanlagen unterzeichnet, die laut Umweltministerium in den kommenden zehn Jahren Investitionen von insgesamt bis zu 600 Millionen Euro in China auslösen werden.

Weltkonferenz für erneuerbare Energien

Trittin zeigte sich erfreut über die Bereitschaft der chinesischen Regierung, im kommenden Jahr eine Weltkonferenz für erneuerbare Energien auszurichten. Sie soll als Folgekonferenz zur "renewables 2004" in Bonn den Fortschritt der dort vereinbarten Ausbauziele überprüfen.

China für UN-Umweltorganisation

Auch ihre Zusammenarbeit im Umweltschutz wollen beide Länder verstärken. Im Gespräch mit dem chinesischen Umweltminister Xie Zhenhua vereinbarte Trittin die Durchführung eines weiteren deutsch-chinesischen Umweltforums. Es soll Ende 2005 in Qingdao stattfinden und sich mit Fragen der Kreislaufwirtschaft und nachhaltiger Energiepolitik befassen. Ferner sprachen sich China und Deutschland für eine Stärkung des UN-Weltprogramms UNEP und für dessen Ausbau zu einer Umweltorganisation der Vereinten Nationen (UNEO) aus.

 

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 Mehr Informationen:

BMU: Erneuerbare Energien

Länderinformation China

 

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