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BUND startet Kampagne für Kerosinsteuer
Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland
(BUND) hat eine Kampagne zur Einführung einer Kerosinsteuer
im inländischen Flugverkehr gestartet.
(vv) - In größeren Städten, auf Bahnhöfen
und im Internet werden Bahnkunden aufgerufen, gegen die steuerliche
Benachteiligung der Bahn gegenüber Fluglinien zu protestieren.
"Die Bahn zahlt für ihren Energiebedarf Steuern - die
Fluggesellschaften zahlen sie nicht. Auf Kosten von uns allen
wird so das klimaschädlichste Verkehrsmittel subventioniert.
Diese Steuervorteile für den Flugverkehr sollen laut rot-grünem
Koalitionsvertrag abgeschafft werden. Bundesfinanzminister Eichel
muss jetzt handeln. Er darf nicht länger tatenlos zusehen
wie die Billigflieger auf inländischen Strecken die Bahn
kaputt machen und Umwelt und Klima schädigen," sagte
BUND-Bundesgeschäftsführer Gerhard Timm am Montag.
Durch fehlende Kerosinsteuern im inländischen Flugverkehr
entgehen dem Fiskus nach Angaben des BUND jährlich 373 Millionen
Euro. Der Flugverkehr ist der einzige von Energiesteuern befreite
Verkehrsträger. Seit Anfang 2004 ermöglicht die neue
EU-Energiesteuerrichtlinie die Einführung einer Kerosinsteuer
auf Inlandsflügen. Ein deutscher Vorstoß pro Kerosinsteuer
könne weitere EU-Staaten dazu bringen, dem zu folgen, hofft
der BUND.
Der schleswig-holsteinische Umweltminister Klaus Müller
(Grüne) kündigte an, sich auf der Umweltministerkonferenz
im November für eine Harmonisierung der Steuern im Flug-
und Bahnverkehr einzusetzen. Müller möchte einen Beschluss
herbeiführen, wonach die Steuerbefreiung für Flugbenzin
und die Mehrwertsteuer-Befreiung für grenzüberschreitende
Flüge aufgehoben werden sollen. Um die umweltverträgliche
Bahn zu stärken, solle außerdem die Mehrwertsteuer
auf Bahntickets von 16 auf 7 Prozent ermäßigt werden.
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