|
Siemens steigt ins Windenergie-Geschäft ein
Mit der Übernahme des dänischen Windenergiekonzerns
Bonus Energy steigt der Siemens-Konzern in das Windkraftgeschäft
ein.
(vv) - Die Siemens AG, München, steigt mit der Übernahme
der dänischen Bonus Energy A/S in das wachsende Geschäft
mit Windenergie ein. Eine entsprechende Übernahmevereinbarung
wurde am Mittwoch mit Danregn Vindkraft A/S, dem bisherigen Eigentümer,
unterzeichnet, teilte der Siemens-Bereich Power Generation mit.
Bonus Energy gehört nach den Angaben zu den weltweit fünf
größten Anbietern von Windkraftanlagen und erzielt
mit 750 Mitarbeitern einen Umsatz von rund 300 Mio. Euro. Die
Akquisition steht noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung der
zuständigen Kartellbehörden.
"Um den weltweit wachsenden Energiebedarf nicht nur zuverlässig
und kostengünstig, sondern auch ressourcenschonend und umweltverträglich
zu decken, müssen wir alle Energieträger nutzen. Die
Windenergie wird ein wichtiger Teil in diesem Energiemix sein",
erklärte Klaus Voges, Vorsitzender des Bereichsvorstands
der Siemens Power Generation.
Bonus Energy hat nach Siemens-Angaben in über 20 Ländern
bereits mehr als 5000 Turbinen mit einer Leistung von über
3 Gigawatt installiert. Eine führende Position nehme das
Unternehmen unter anderem bei den Offshore-Windparks ein, einem
Marktsegment, das zunehmend an Bedeutung gewinne. Bereits 1991
habe Bonus Energy die weltweit erste Offshore-Windfarm geliefert.
Den mit einer Leistung von 166 Megawatt bislang größten
Offshore-Windpark in Nysted vor der dänischen Ostseeküste
habe das Unternehmen ebenfalls errichtet.
Heute liege das Weltmarktvolumen für die Windkraft bei etwa
6 Mrd. Euro. Für die kommenden Jahre erwartet Siemens jährliche
Zuwachsraten von zehn Prozent. Wachstumsschwerpunkte seien Europa,
die USA und Asien.
Seite
drucken
|