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- 14.10.2004 -

 

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Nachhaltigkeitsrat für mehr Energieforschung und Effizienz

In Deutschland werden Energieforschung und Effizienz vernachlässigt. Der Nachhaltigkeitsrat fordert die Bundesregierung zu einer Ausweitung der Forschungsetats und mehr Anreizen zu Energieeinsparungen auf.

(vv) - Wie kann mit Energie und Ressourcen sparsam und effizient gewirtschaftet werden, so dass wirtschaftliche Entwicklung und Wettbewerbsfähigkeit auch bei steigenden Öl- und Gaspreisen gewährleistet sind? Wie kann Deutschland seine Abhängigkeit von Energieimporten verringern? Wie müssen Ziele für die Klimapolitik aussehen? Antworten auf diese Fragen gab der Rat für Nachhaltige Entwicklung in seinen neuen energiepolitischen Empfehlungen an die Bundesregierung.

Bessere Abstimmmung der Energiepolitik

Die Energiepolitik der Vergangenheit habe zu vielen Widersprüchen geführt, nun sei eine abgestimmte Strategie notwendig, mahnte der Rat. Beispielsweise unterlägen die Brennstoffe Kohle, Öl und Gas keiner systematisch einheitlichen Besteuerung, ähnliches gelte für Diesel- und benzingetriebene Fahrzeuge. Off-shore-Wind werde zwar massiv gefördert, die notwendige Infrastruktur für den Stromtransport aber werde vernachlässigt. Auch sei unbestritten, dass der Ausstieg aus der Kernenergie zu einer Energielücke und zu mehr CO2 führen werde - politische Gegenkonzepte aber fehlten weitgehend.

Die Forschungs- und Innovationspolitik fokussiere außerdem zu stark auf die Bereiche der Energiebereitstellung, kritisierte der Rat. Sie vergesse dabei die großen Potenziale für Energieeinsparungen in klassischen Industriesektoren, die Möglichkeiten zur besseren Nutzung und Substitution energieintensiver Materialien und Werkstoffe oder die Vorteile von Wiederverwendung und Recycling von Produkten und Abfällen.

Zehn Punkte für mehr Energieforschung und Effizienz

In zehn Punkten nannte der Nachhaltigkeitsrat die wichtigsten Empfehlungen an die Bundesregierung: Ehrgeizige nationale und europäische Ziele im Klimaschutz, gezielte Forschungsprogramme für eine höhere Material- und Energieeffizienz, ein Emissionshandelsregime, das möglichst wenig Ausnahmen zulässt, außerdem Anreize zur effizienteren Nutzung von Energiedienstleistungen in Haushalten und im Verkehrssektor und ein Effizienzstandard für Massenprodukte. Vor allem forderte der Rat eine Ausweitung des Energieforschungsetats auf ein Niveau, wie es nach den Ölkrisen in den 70er Jahren erreicht wurde. Die Ausgaben für Energieforschung seien seit 1991 um rd. 40 Prozent zurückgegangen.

 

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© PhotoCase.de

Nachhaltigkeitsrat: große Potenziale für Energieeinsparungen

 

 Mehr Informationen:

Empfehlung des Rates für Nachhaltige Entwicklung zum Thema Effizienz und Energieforschung (pdf)

 

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