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50 gentechnikfreie Regionen innerhalb eines Jahres
Bereits rund 11.600 Landwirte in 50 Regionen
Deutschlands haben sich gegen die "Grüne Gentechnik"
verbündet und vereinbart, keine gentechnisch veränderten
Pflanzen anzubauen.
(vv) - Gentechnikfreie Regionen hätten eine landwirtschaftlich
genutzte Fläche von 430.000 Hektar. Wald- und Schutzgebietsflächen
hinzugerechnet seien es fast eine Million Hektar oder rund zwei
Millionen Fußballfelder, teilte der Bund für Umwelt
und Naturschutz Deutschland (BUND) am Montag mit. "Die Bauern
zeigen der Gentech-Lobby, was sie von der Agro-Gentechnik halten
- nämlich nichts," sagte BUND-Gentechnikexpertin Heike
Moldenhauer. Der BUND unterstützt das Gentechnikgesetz der
Bundesregierung, das derzeit im Vermittlungsausschuss liegt.
Kurt-Henning Klamroth, Landwirt vom Deutschen Bauernbund, der
Interessensvertretung der bäuerlichen Familienbetriebe in
Ostdeutschland: "Der Einsatz von Gentech-Saaten birgt unkalkulierbare
wirtschaftliche und rechtliche Risiken für die Landwirte.
Der Bauernbund ruft deshalb dazu auf, dass sich die Bauern gegenseitig
Gentechnikfreiheit zusichern."
Heike Moldenhauer, BUND-Gentechnikexpertin: "Die Bauern
wissen, dass der Wettbewerbsvorteil der deutschen und europäischen
Landwirtschaft im gentechnikfreien Anbau liegt. 70 Prozent der
Verbraucher in der EU lehnen Gentechnik im Essen ab. Die rot-grüne
Regierung darf vor der Industrie- und Gentechniklobby nicht einknicken.
Das Gentechnikgesetz muss im Bundesrat in seiner jetzigen Form
verteidigt werden. Strenge Haftungsregeln sind unverzichtbar."
Die erste gentechnikfreie Region wurde im Herbst 2003 in Mecklenburg-Vorpommern
gegründet. 15 Landwirte unterzeichneten damals eine Erklärung,
in der sie sich gegenseitig zusicherten, keine gentechnisch veränderten
Saaten auf ihren Feldern auszubringen. Inzwischen gibt es in fast
allen Bundesländern ähnliche Zusammenschlüsse.
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