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EU informiert über industrielle Verschmutzung
Eine Website der EU-Kommission, die die Öffentlichkeit
über industrielle Verschmutzungen informiert, ist ein voller
Erfolg und soll jetzt erweitert werden.
(vv) - Die Europäische Kommission und die Europäische
Umweltagentur haben im Februar das erste internetgestützte
Register der Industrieemissionen in Luft und Wasser gestartet.
Mit 100.000 Abfragen in den ersten drei Monaten ist das Register
zu einem vollen Erfolg geworden, teilte Umweltkommissarin Margot
Wallström am Freitag mit.
Daher schlägt die Kommission nun die Erweiterung des Registers
um ein europäisches Schadstofffreisetzungs- und Verbringungsregister
vor. Dieses soll mehr Daten und bessere Informationen liefern,
damit es für die breite Öffentlichkeit noch nützlicher
wird.
Mit dem Register soll vor allem die Öffentlichkeit über
Verschmutzungen informiert und somit an der Entscheidungsfindung
beteiligt werden. Den Betreibern von Industrieanlagen gestatten
sie eine Einschätzung ihrer Umweltleistungen. Außerdem
liefern sie Wissenschaftlern, Fachleuten und Versicherungsgesellschaften
wertvolle Angaben.
"Über die Qualität unserer Umwelt informiert
zu sein, ist eines unserer Grundrechte als Bürger,"
erklärte Wallström. "Der Erfolg des ersten Registers
zeigt, wie interessiert die Öffentlichkeit an der industriellen
Verschmutzung ist. Daher ist es nur sinnvoll, noch mehr Informationen
anzubieten!"
Das erweiterte Register (PRTR-Pollutant Release and Transfer
Register) dürfte 2009 im Internet eingerichtet werden und
soll dann das derzeitige Register, das Europäische Schadstoffemissionsregister
(EPER - European Pollutant Emission Register) ersetzen.
Das neue Register wird klarer nach Ländern geordnete Angaben
über die Höhe der Verschmutzung durch bestimmte Schadstoffe,
die Qualität der örtlichen Umwelt sowie die auf bestimmte
Industrieanlagen und -tätigkeiten zurückzuführenden
Emissionen enthalten.
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