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Biogas-Brennstoffzelle erfolgreich getestet
Ein neues Verfahren zur effizienten Stromerzeugung
aus Biogas mit einer Brennstoffzelle haben deutsche Forscher erfolgreich
getestet.
(vv) - Mit erfolgreichen Probeläufen einer Biogas-Brennstoffzelle
sind die Wissenschaftler am Institut für Agrartechnik Bornim
(ATB) dem Ziel einer effizienteren Verstromung von Biogas einen
Schritt näher gekommen. Damit wird nach Angaben der Forscher
weltweit erstmalig die preiswerte PEM-Technologie für Biogas
verfügbar gemacht.
Eingesetzt wurde eine Polymer-Elektrolyt-Membran-Brennstoffzelle
(PEMFC) zur kombinierten Strom- und Wärmeerzeugung (Kraft-Wärme-Kopplung).
Das Brennstoffzellensystem entspricht laut ATB in seinem Aufbau
den Hausenergiesystemen für Erdgas, wie sie von mehreren
großen Energieversorgern bereits erfolgreich getestet werden.
Es könne unproblematisch an unterschiedliche Leistungsbereiche
angepasst werden.
Im Unterschied zum Erdgas weist Biogas eine geringere Energiedichte
auf und enthält schädliche Begleitgase, die eine zusätzliche
Gasreinigung erforderlich machen. Das in einer ATB-Pilotanlage
zur Feststoffvergärung erzeugte Biogas wird deshalb in einer
Vorstufe entschwefelt und zu einem wasserstoffreichen Gas reformiert,
bevor es durch eine 1 kW Brennstoffzelle geleitet wird.
Dezentrale Energieversorgung im ländlichen
Raum
Die Ergebnisse bestätigten die grundsätzliche Eignung
der PEM-Brennstoffzelle für Biogas und seien hinsichtlich
der Einsatzmöglichkeiten viel versprechend. "Gerade
im Bereich kleiner und mittlerer Biogasanlagen führen höhere
elektrische Wirkungsgrade von über 38 % auch im Teillastbereich,
geringe Abgasemissionen und ein leiser, wartungsarmer Betrieb
zu einer Verbesserung der Wirtschaftlichkeit und Umweltverträglichkeit",
so Ralf Schmersahl, Nachwuchswissenschaftler am ATB.
Aus energie- und umweltpolitischer Sicht biete die Nutzung von
Biogas in Brennstoffzellen eine vorteilhafte Kombination einer
vergleichsweise kostengünstigen regenerativen Energiequelle
mit einer Technologie, die einen hohen Wirkungsgrad mit guten
Umwelteigenschaften vereint. Dies mache den Weg frei zur künftigen
dezentralen Energieversorgung im ländlichen Raum, meinen
die Forscher.
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