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BfS mahnt zu Vorsicht bei Umgang mit Mobilfunk
Der Präsident des Bundesamtes für
Strahlenschutz fordert Vorsorgemaßnahmen beim Umgang mit
Mobilfunkstrahlen.
(vv) - Der Präsident des Bundesamtes für Strahlenschutz
(BfS), Wolfram König, fordert zu einem vorsichtigeren Umgang
mit Mobilfunktechnik auf. Zwar gebe es noch keinen Beweis, dass
die Mobilfunkstrahlung die Gesundheit gefährde. "Aber
es gibt Hinweise auf mögliche biologische Beeinträchtigungen
durch die Strahlen des Mobilfunks", sagte König dem
Berliner "Tagesspiegel" (Dienstagausgabe). "Deswegen
treten wir dafür ein, im Umgang mit dieser Technologie Vorsorgemaßnahmen
zu beherzigen."
Seit 2002 gibt es einen "blauen Engel" für besonders
strahlungsarme Handys. Aber bis jetzt trägt noch kein einziges
Gerät dieses Gütesiegel. Dabei erfüllen laut BfS
etwa ein Viertel der Geräte am Markt die Anforderungen. "Die
Handyhersteller erwecken den Eindruck, als ob ihnen die Brieftasche
der Kunden wichtiger wäre als eine einfache Verbraucherschutzinformation",
sagte König.
Die Industrie lehnt laut "Tagesspiegel" das Siegel
ab. Der gesetzliche Grenzwert sei ausreichend, argumentiert sie.
Gäbe es aber Handys mit Umweltengel, würden Geräte
ohne das Umweltzeichen automatisch als ungesünder angesehen,
begründeten Branchenvertreter die Ablehnung der Hersteller.
Zugleich frage kaum ein Kunde je nach dem Strahlenwert.
Der BfS-Präsident rät Verbrauchern, beim Kauf eines
Mobiltelefons auf einen möglichst niedrigen Strahlungswert
(SAR-Wert) zu achten. "So kann man ein nicht völlig
auszuschließendes Risiko für die Gesundheit minimieren",
sagte König.
Die spezifische Absorptionsrate (SAR) beschreibt die Energie,
die beim Telefonieren mit dem Handy pro Kilogramm Körpergewicht
aufgenommen und hauptsächlich in Wärme umgewandelt wird.
Für einen "blauen Engel" muss der SAR-Wert eines
Handys unter 0,6 Watt pro Kilogramm liegen, der gesetzliche Grenzwert
liegt bei 2 Watt.
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