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- 28.09.2004 -

 

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BfS mahnt zu Vorsicht bei Umgang mit Mobilfunk

Der Präsident des Bundesamtes für Strahlenschutz fordert Vorsorgemaßnahmen beim Umgang mit Mobilfunkstrahlen.

(vv) - Der Präsident des Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS), Wolfram König, fordert zu einem vorsichtigeren Umgang mit Mobilfunktechnik auf. Zwar gebe es noch keinen Beweis, dass die Mobilfunkstrahlung die Gesundheit gefährde. "Aber es gibt Hinweise auf mögliche biologische Beeinträchtigungen durch die Strahlen des Mobilfunks", sagte König dem Berliner "Tagesspiegel" (Dienstagausgabe). "Deswegen treten wir dafür ein, im Umgang mit dieser Technologie Vorsorgemaßnahmen zu beherzigen."

Seit 2002 gibt es einen "blauen Engel" für besonders strahlungsarme Handys. Aber bis jetzt trägt noch kein einziges Gerät dieses Gütesiegel. Dabei erfüllen laut BfS etwa ein Viertel der Geräte am Markt die Anforderungen. "Die Handyhersteller erwecken den Eindruck, als ob ihnen die Brieftasche der Kunden wichtiger wäre als eine einfache Verbraucherschutzinformation", sagte König.

Die Industrie lehnt laut "Tagesspiegel" das Siegel ab. Der gesetzliche Grenzwert sei ausreichend, argumentiert sie. Gäbe es aber Handys mit Umweltengel, würden Geräte ohne das Umweltzeichen automatisch als ungesünder angesehen, begründeten Branchenvertreter die Ablehnung der Hersteller. Zugleich frage kaum ein Kunde je nach dem Strahlenwert.

Der BfS-Präsident rät Verbrauchern, beim Kauf eines Mobiltelefons auf einen möglichst niedrigen Strahlungswert (SAR-Wert) zu achten. "So kann man ein nicht völlig auszuschließendes Risiko für die Gesundheit minimieren", sagte König.

Die spezifische Absorptionsrate (SAR) beschreibt die Energie, die beim Telefonieren mit dem Handy pro Kilogramm Körpergewicht aufgenommen und hauptsächlich in Wärme umgewandelt wird. Für einen "blauen Engel" muss der SAR-Wert eines Handys unter 0,6 Watt pro Kilogramm liegen, der gesetzliche Grenzwert liegt bei 2 Watt.

 

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© PhotoCase.de

Seit 2002 gibt es einen "blauen Engel" für besonders strahlungsarme Handys.

 

 Mehr Informationen:

Der Tagesspiegel

BfS

HandyWerte.de

 

 Lesen Sie auch:

Website informiert über Gefahren durch Elektrosmog

 

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