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Fair und Bio - doppelter Genuss
Immer mehr Produkte aus Fairem Handel tragen
auch ein Bio-Siegel.
(vv) - Immer mehr fair gehandelte Produkte stammen aus kontrolliert
ökologischem Anbau und tragen neben dem TransFair-Siegel
auch ein Bio-Label. Mehr als 40 Prozent der Nahrungsmittel aus
fairem Handel sind Bio-Produkte - mit steigender Tendenz. Dies
teilte die Kampagne "fair feels good" der Verbraucherinitiative
am Donnerstag mit.
Neben der Einhaltung grundlegender Menschenrechte und sozialer
Mindeststandards dürfen bei Anbau und Herstellung von Bio-Produkten
aus fairem Handel keine chemisch-synthetischen und mineralischen
Düngemittel sowie keine Pestizide und gentechnisch veränderte
Organismen eingesetzt werden.
So produziere beispielsweise die Kaffeegenossenschaft UCIRI in
Mexiko - ein Zusammenschluss von Indio-Familien aus 53 Dörfern
- ihren Kaffee mit Hilfe traditioneller Anbau- und Verarbeitungsmethoden:
Auf den Feldern wird Kompost aus Pflanzenabfällen ausgebracht,
das Unkraut mit der Hand gejätet und Schädlinge werden
ohne Pestizide bekämpft. Das Ergebnis sei ein hundertprozentig
biologisch-organischer Spitzenkaffee mit Zertifikat.
Zwei Drittel dieses Kaffees würden zu Bedingungen des fairen
Handels exportiert. So erhalten die UCIRI-Mitglieder pro (US-)Pfund
Rohkaffee 1,26 US-Dollar statt der auf dem Weltmarkt üblichen
50 bis 60 (US-)Cent. Die Mehreinnahmen steckten die Genossenschaftsmitglieder
in den Aufbau eines ärztlichen und zahnmedizinischen Gesundheitszentrums
mit angeschlossener Apotheke. Viele Mitglieder hätten davor
noch nie einen Arzt gesehen.
Das Angebot fair gehandelter Produkte mit Bio-Siegel reiche von
Kaffee, Tee und Kakao über Bananen und Honig bis hin zu Schokolade.
Erhältlich sind die Produkte bundesweit in rund 800 Weltläden,
über 22.000 Supermärkten und Kaufhäusern. Auch
zahlreiche Drogeriemärkte und Naturkostläden haben Fairtrade-Produkte
im Sortiment.
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