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- 10.09.2004 -

 

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WTO: Agrarsubventionen der EU und USA rechtswidrig

Die Welthandelsorganisation erklärte die Agrarsubventionen der EU und USA für Zucker und Baumwolle für rechtswidrig.

(vv) - Das Schlichtungskomitee der Welthandelsorganisation (WTO) ist zu dem Schluss gekommen, dass die Mehrheit der von Europa und den USA gezahlten Subventionen für Zucker- und Baumwollproduzenten gegen geltendes WTO-Recht verstoßen.

In zwei separaten Fällen, die von Brasilien und anderen Entwicklungsländern vor das WTO-Streitschlichtungskomitee gebracht worden waren, sind die EU und USA unterlegen. Ihnen wird vorgeworfen, Subventionen zu zahlen, die die Überproduktion fördern und das "Dumping" von Agrarüberschüssen auf dem Weltmarkt zulassen. Arme Bauern in der Dritten Welt werden dadurch ihrer ökonomischen Lebensgrundlage beraubt, teilte die Hilfsorganisation Oxfam mit.

Ungerechte Handelspolitik treibt Millionen in die Armut

"Diese Entscheidungen sind ein Triumph für Entwicklungsländer und ein Warnsignal für reiche Länder, die sich konsequent über WTO-Regeln hinwegsetzen und durch ihre ungerechte Handelspolitik Millionen Menschen in Armut und Elend treiben", so Phil Bloomer von Oxfam International.

Im Streitfall Baumwolle befand das WTO-Streitschlichtungskomitee, dass US-Baumwollsubventionen in Höhe von 3,2 Milliarden US-Dollar und US-Exportkredite für Baumwolle und andere Handelsgüter in Höhe von 1,6 Milliarden US-Dollar gegen die WTO-Regeln verstoßen. Dies sind laut Oxfam fast die gesamten US-Baumwollsubventionen sowie annähernd 50% der gesamten US-Exportkredite im Jahr 2002.

Im Streitfall Zucker befand die Welthandelsorganisation, dass die EU ihre eingegangenen Verpflichtungen gegenüber der WTO verletzt, indem sie fünf Mal mehr subventionierten Zucker auf den Weltmarkt exportiert als erlaubt.

Handelspolitik reformieren

"Es ist nun bewiesen, dass die EU und USA im Unrecht sind. Sie müssen die Anordnungen der Schiedsgerichte unverzüglich befolgen und ihre ungerechten Handelsregime reformieren", forderte Bloomer.

In beiden Fällen haben die Parteien die Möglichkeit, gegen die Entscheidungen Beschwerde einzulegen, bevor diese im nächsten Jahr rechtskräftig werden. Oxfam appelliert an die EU und die USA, nicht gegen die Entscheidungen vorzugehen, sondern sie umgehend umzusetzen.

 

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© ArtToday

Baumwolle: Subventionen benachteiligen Entwicklungsländer.

 

 Mehr Informationen:

Oxfam

DIE ZEIT: Zucker und andere Bitterkeiten

 

 Lesen Sie auch:

WTO-Gipfel in Genf: Einigung erzielt

Agrarsubventionen sollen auf den ökologischen Prüfstand

 

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