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Weltgrößtes Solarkraftwerk geht in Sachsen ans Netz
Umweltminister Jürgen Trittin hat in Sachsen
die derzeit weltgrößte Anlage zur Erzeugung von Sonnenstrom
in Betrieb genommen.
(vv) - "Mit der Einweihung dieser 5-Megawatt-Anlage steigen
wir in eine neue Dimension der Erzeugung von Sonnenstrom ein",
sagte Trittin am Mitwoch in Espenhain bei Leipzig. Die aus 33.500
Solarmodulen bestehende Anlage errichteten das Unternehmen Shell
Solar und die Berliner Projektentwicklungsgesellschaft Geosol
auf einer 16 Hektar großen Fläche einer ehemaligen
Kohlestaubdeponie. "Wir brauchen diese Entwicklung in die
Megawattbereiche, damit durch die Massenproduktion von Solarzellen
Sonnenstrom schneller billiger wird", so Trittin weiter.
Strom für 1.800 Haushalte
Der Strom der Anlage wird ins öffentliche Netz eingespeist
und reicht nach Angaben der Betreiber aus, um etwa 1.800 Haushalte
mit Strom zu versorgen. Darüber hinaus würde der Ausstoß
von jährlich 3.700 Tonnen Kohlendioxid vermieden.
Das Solarstrom-Kraftwerk wurde auf einem ehemaligen Absetzbecken
aus der Braunkohleverarbeitung errichtet. Die Gegend um das Becken
zählte früher zu den Regionen, die von der Braunkohlenindustrie
besonders stark belastet wurden. Von den gesamten 21,6 Hektar
werden 16 Hektar für das Solar-Generatorenfeld genutzt. Zwei
Hektar des Geländes nimmt ein Biotop ein.
Weiteres Megawatt-Kraftwerk in Sachsen-Anhalt
Am 13. September wird BP Solar in Sachsen-Anhalt mit der Solarstromanlage
"Geiseltalsee" bei Merseburg ein weiteres Solarkraftwerk
der Superlative offiziell eröffnen. Der Energieertrag liegt
dort bei ca. 3,4 Mio. Kilowattstunden - dem mittleren Strombedarf
von 1.000 Vier-Personen-Haushalten pro Jahr.

© Shell Deutschland Oil
GmbH
Die 5-Megawatt-Anlage in Espenhain ist nach
Angaben der Betreiber das größte Solarkraftwerk
der Welt.
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Photovoltaik ist "globaler Zukunftsmarkt
schlechthin"
Die deutsche Photovoltaik-Industrie rechnet in diesem Jahr nach
Angaben des Umweltministeriums mit einem Marktwachstum von über
50 Prozent. Die Photovoltaik, die Erzeugung von Strom aus Sonnenlicht,
erlebe nicht nur in Deutschland einen Boom. Seit Ende der 90er
Jahre sei der Photovoltaikmarkt weltweit um mehr als 30 Prozent
pro Jahr gewachsen. "In rund 20 Jahren dürfte der globale
Jahresumsatz über 100 Milliarden Euro betragen. Das ist vergleichbar
zur heutigen Halbleiterfertigung. Es handelt sich bei der Photovoltaik
also um einen der globalen Zukunftsmärkte schlechthin",
sagte Trittin. In diesem Zukunftsmarkt ringe Deutschland um die
weltweite Technologieführerschaft. "Dafür ist wichtig,
dass Deutschland langfristig Erfolg auch beim Aufbau des lokalen
Marktes hat", so Trittin.
In 15 Jahren wettbewerbsfähig
Bei weiterhin hohen Wachstumsraten und der damit einhergehenden
Massenproduktion von Photovoltaik-Anlagen könne die Technologie
in rund 15 Jahren wettbewerbsfähig sein. In den letzten Jahren
ist der Preis für Sonnenstrom um mehr als 50 Prozent gesunken.
"Wir wollen diese rasche Entwicklung mit ehrgeizigen Zielen
und einem gut abgestimmten Förderinstrumentarium bis zur
Erreichung der Wettbewerbsfähigkeit der erneuerbaren Energien
fortsetzen", bekräftigte der Bundesumweltminister.
400.000 Arbeitsplätze im Jahr 2020
Die erneuerbaren Energien insgesamt haben heute bereits einen
Anteil von rund 10 Prozent an der Stromerzeugung. Ziel der Bundesregierung
ist, diesen Anteil bis zum Jahr 2020 noch einmal auf dann 20 Prozent
- zu verdoppeln. "Heute arbeiten in Deutschland bereits 120.000
Menschen für die erneuerbaren Energien. Im Jahr 2020 könne
es 400.000 sein", betonte Trittin.
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