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Erstmals Gentech-Mais EU-weit zum Anbau zugelassen
Die EU-Kommission hat erstmals eine gentechnisch
veränderte Pflanze EU-weit für den Anbau zugelassen.
(vv) - Die Europäische Kommission hat am Mittwoch die Eintragung
von 17 gentechnisch veränderten Maissorten der Linie MON
810 in den EU-Sortenkatalog für landwirtschaftliche Pflanzenarten
genehmigt. Damit wird zum ersten Mal gentechnisch verändertes
Saatgut in den gemeinsamen EU-Katalog aufgenommen. Das Produkt
der Firma Monsanto muss aber als gentechnisch verändert gekennzeichnet
sein.
Dazu sagte David Byrne, EU-Kommissar für Gesundheit und
Verbraucherschutz: "Dieser Mais wurde eingehend darauf untersucht,
ob er für Mensch und Umwelt unbedenklich ist. Er wurde in
Spanien mehrere Jahre lang angebaut, ohne dass Probleme aufgetreten
wären. Er wird deutlich als genetisch veränderter Mais
kenntlich gemacht, damit alle Landwirte eine sachkundige Wahl
treffen können."
Beschluss zu Saatgut-Kennzeichnung verschoben
Ihre ebenfalls für Mittwoch geplante Entscheidung über
Grenzwerte für die Verunreinigung von GVO-Saatgut hat die
Kommission unterdessen verschoben. Wie verlautete, gab es unter
den Kommissaren unterschiedliche Auffassungen zu der Höhe
der Grenzwerte. Nun sollen die finanziellen Auswirkungen unterschiedlicher
Grenzwerte auf Industrie und Landwirtschaft geprüft werden.
Es sei deshalb wenig wahrscheinlich, dass die Ende Oktober aus
dem Amt scheidende Kommission die Regelung abschließend
behandeln wird.
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