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Mit Wasserstoff quer durch Europa
Energiespar-Tour gestartet: Mit nur drei Kilogramm
Wasserstoff soll ein Brennstoffzellen-Fahrzeug von Berlin nach
Barcelona fahren.
(vv) - Mit nur drei Kilogramm Wasserstoff von Berlin bis Barcelona:
diesen Rekordversuch haben sich die Konstrukteure eines neuen
Wasserstoff-Autos vorgenommen. Der "Hysun 3000" startete
am Dienstag in Berlin zu seiner 3000 Kilometer langen Energiespar-Tour.
"Die Fahrt von Berlin nach Barcelona wird zeigen, dass es
heute schon möglich ist, wasserstoffbetriebene Fahrzeuge
effizient im normalen Straßenverkehr einzusetzen",
sagte Simone Probst vom Bundesumweltministerium, die Schirmherrin
der Aktion ist. Wasserstoffbetriebene Fahrzeuge könnten,
wenn ihr Treibstoff mit erneuerbaren Energien erzeugt wird, bis
zu 90 Prozent weniger Treibhausgase als konventionelle Autos ausstoßen,
so Probst weiter.

© Hysun3000
Der "Hysun 3000" auf einer Messe
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Das dreirädrige Einmannfahrzeug ist von einem nicht-kommerziellen
Projektteam in Eigenregie bis zur Straßenverkehrs-Zulassung
entwickelt worden. Das Fahrzeug mit Brennstoffzellen-Antrieb kann
bis zu 80 Stundenkilometer schnell fahren und wird auf seiner
Tour nach Barcelona sowohl dichten Berufsverkehr als auch extreme
Steigungen überwinden müssen. Ziel des Hysun 3000-Projektteams
ist, die gesamte Strecke mit nur drei Kilogramm Wasserstoff zurückzulegen.
Dies entspricht etwa 11 Litern Benzin und damit einem durchschnittlichem
Verbrauch von 0,4 Liter auf 100 Kilometer. Dies würde einen
bisher noch nicht erreichten Rekordverbrauch darstellen "Wir
brauchen solche Signale, um den Umbau der Energiewirtschaft, insbesondere
in den Industrieländern, anzuschieben", sagte Probst.
Auch wenn Wasserstoff als Treibstoff für Fahrzeuge erst
auf längere Sicht relevant werden wird, sei es schon heute
notwendig, erste Schritte zum Aufbau einer Wasserstoff-Infrastruktur
und zur Ausarbeitung der Rahmenbedingungen für eine zukünftige
Wasserstoffwirtschaft zu unternehmen, so Probst. Die Bundesregierung
unterstützte diese Entwicklung durch ihre Beteiligung an
verschiedenen Forschungs- und Demonstrationsprojekten. Dazu zähle
etwa das gemeinsam mit der Industrie initiierte "Clean-Energy-Partnership
(CEP) Projekt" und der gemeinsame Bau und Betrieb der europaweit
ersten öffentlichen Wasserstofftankstelle in Berlin.
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