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Wasserräder für Äthiopien
Die Universität Siegen hat ein kostengünstiges
Wasserrad für die dezentrale Energieversorgung in Entwicklungsländern
entwickelt.
(vv) - In vielen Entwicklungsländern gibt es keine flächenabdeckende
Versorgung mit elektrischer Energie. Die Nutzung der regenerativen
Energie "Wasserkraft" stellt in Regionen mit hohem Wasserkraftpotential
- wie z.B. in Äthiopien - eine ideale Lösung des Problems
dar. Die Lebenssituation der Menschen in diesen Regionen wird
so verbessert, Ressourcen geschont, Emissionen vermieden und die
Umwelt nachhaltig geschützt.
Die Forschungsstelle Wasserwirtschaft und Umwelt der Universität
Siegen hat deshalb ein Wasserrad speziell für Entwicklungsländer
entwickelt. Mit dem "Dreieck-Zellensegment-Wasserrad"
(DZW) sollen kleine Wasserkraftanlagen nach einem "Baukastenprinzip"
kostengünstig implementiert werden können. In Entwicklungsländern
bestehe ein großer Bedarf an mechanischer Arbeitsleistung
für den Antrieb von Ölpressen, Getreidemühlen und
Wasserpumpen, auch in entlegenen Gebieten. Das Wasserrad der Siegener
soll solche Verbraucher direkt über eine mechanische Kupplung
antreiben oder alternativ über einen Generator elektrischen
Strom erzeugen.

© Universität Siegen
Prototyp des Dreieckzellenwasserrades im
Wasserbaulabor an der Universität Siegen im Maßstab
1:1,5
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Auch für historische deutsche Mühlen
geeignet
Das DZW wurde speziell für die manuelle Produktion und den
manuellen Zusammenbau entwickelt. Im Wasserbaulabor der Universität
Siegen wurde ein funktionstüchtiges Modell des Wasserrades
gebaut. Wirkungsgrad und Wirtschaftlichkeit der Anlage sollen
nun im Labor sowie in den geplanten Pilotanlagen in Äthiopien
weiter optimiert werden.
Auch in Deutschland wäre die Reaktivierung historischer
Mühlenstandorte mit dieser Technik möglich, meinen die
Forscher. Das Konzept sei als weltweit einsetzbare dezentrale
Energieversorgung gedacht.
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