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- 30.08.2004 -

 

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"Ölscheichs von morgen": Künast setzt auf Bioenergie

Landwirtschaftsministerin Renate Künast setzt angesichts steigender Ölpreise auf den Ausbau der Bioenergie. Land- und Forstwirte könnten zu den "Ölscheichs von morgen" werden.

(vv) - Landwirtschaftsministerin Renate Künast (Grüne) setzt angesichts steigender Ölpreise auf eine größere Verwendung von Getreide und Raps als Biokraftstoff. Deutsche Land- und Forstwirte könnten "in großem Stil" zu Energie- und Rohstoffwirten werden, zu "Ölscheichs von morgen". Zehntausende Arbeitsplätze vornehmlich im ländlichen Raum könnten so gesichert und geschaffen werden, sagte Künast am Montag in Berlin bei der Vorlage des Ernteberichts.

Der Anbau von Nachwachsenden Rohstoffen auf den landwirtschaftlich genutzten Flächen in Deutschland könnte nach Angaben des Verbraucherministeriums von derzeit rund 830.000 ha auf mindestens 2 Mio. ha, nach Meinung einiger Experten langfristig sogar auf ca. 3-4 Mio. ha Ackerfläche, ausgebaut werden. Die zur Verfügung stehenden organischen Nebenprodukte und Abfallstoffe (z.B. Stroh, Abfälle der Lebensmittelindustrie, Klärschlamm etc.) würden zusätzlich einen noch kaum gehobenen Schatz darstellen. Auch die Nutzung von Waldholz zur Stromerzeugung erhalte durch die Änderung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) einen wichtigen Impuls. Trotzdem wachse in Deutschland jedes Jahr immer noch viel mehr Holz zu als genutzt werde.

Bereits 50.000 Arbeitsplätze

Schon jetzt profitiere der ländliche Raum. So seien im letzten Jahr im Bioenergiesektor Umsatzerlöse von rund 1,3 Milliarden Euro erzielt worden, gleichzeitig wurden rund 1,5 Milliarden Euro investiert. In der Gesamtbilanz sind dies fast 2,9 Milliarden Euro allein im Bioenergiebereich. Künast geht davon aus, dass schon jetzt rund 50.000 Arbeitsplätze durch die Produktion und Nutzung von Bioenergieträgern geschaffen worden sind, mit wachsender Tendenz.

Noch kein Selbstläufer

Allerdings seien die nachwachsenden Rohstoffe noch kein Selbstläufer. Geeignete staatliche Rahmenbedingungen seien genauso notwendig wie unternehmerisches Engagement, um die Chancen dieser Zukunftsbranche zu nutzen. Die Bundesregierung habe in den letzten Monaten wichtige Verbesserungen in der Förderpolitik erreicht. Dazu gehörten die verbesserten Förderkonditionen für Bioenergieanlagen zur Wärmegewinnung im Rahmen des Markteinführungsprogrammes-Erneuerbare-Energien (MAP), die Erweiterung der Steuerbefreiung für Biotreibstoffe und die am 1. August in Kraft getretene EEG-Novelle. Damit seien innerhalb kurzer Zeit die Rahmenbedingungen für sämtliche Nutzungsformen der Biomasse (Strom, Wärme, Treibstoffe) spürbar verbessert worden, so die Ministerin.

 

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© ArtToday

Renate Künast setzt auf Bioenergie.

 

 Mehr Informationen:

Verbraucherministerium

vista verde: Bioenergie

 

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