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Großküchen im Bio-Trend
In jeder dritten Großküche kommen
nach einer Umfrage bereits Bio-Produkte in den Topf. Großküchen
könnten so zum Trendsetter werden und Bio-Produkte der breiten
Masse schmackhaft machen.
(vv) - "Bio" wird in der Außer-Haus-Verpflegung
immer selbstverständlicher: Schon ein Drittel der Großküchen
verwenden ökologisch erzeugte Produkte, ergab eine repräsentative
Umfrage der Universität Hohenheim im Auftrag des Bundesprogramms
Ökologischer Landbau. Die Großküchen der Gemeinschaftsverpflegung
könnten zum Trendsetter werden und Bio-Produkte der breiten
Masse schmackhaft machen, hofft die Bundesanstalt für Landwirtschaft
und Ernährung.
Die Forscher der Universität Hohenheim befragten die Verantwortlichen
von 618 Einrichtungen der Gemeinschaftsverpflegung und 676 Küchen
in der Gastronomie, ob und in welchem Umfang sie Zutaten aus ökologischem
Anbau verarbeiten. 31 Prozent der Befragten in der Gemeinschaftsverpflegung
gaben an, Lebensmittel zu verwenden, die nach der EG-Ökoverordnung
zertifiziert sind. In der Gemeinschaftsverpflegung seien vor allem
Kartoffeln, Eier, Gemüse und Obst aus ökologischem Anbau
gefragt, die vor allem aus Gesundheits-, Qualitäts- und Umweltschutzgründen
eingekauft würden.
Bio-Kost für Kinder und Kranke
Überdurchschnittlich viele Bio-Lebensmittel würden
bereits überall dort verarbeitet, wo das Küchenkonzept
durch Motive wie Gesundheit, Zukunftssicherung und Ökologie
geprägt sei, beispielsweise in Vorsorge- und Reha-Einrichtungen,
Kindertagesstätten und Kinderheimen. "Nur wenn Bio Unterstützung
'von oben' erhält, wird sich Bio-Essen auch in den übrigen
Einrichtungen der Gemeinschaftsverpflegung auf breiter Front durchsetzen",
ist sich Diplom-Sozialwissenschaftlerin Jana Rückert-John
sicher. Die Studie habe gezeigt, dass in erster Linie die Geschäfts-
und die Küchenleitung gefragt seien, um Bio-Produkten eine
Chance zu geben.
Bio-Kost auch von konventionellen Großhändlern
Aber auch bei den Küchenmitarbeitern, Lieferanten und Gästen
müsse die Akzeptanz stimmen: "Die vielen Akteure in
der Außer-Haus-Verpflegung müssen an einem Strang ziehen,
sonst verpassen sie den Trend", so Rückert-John. Die
Studie zeige, dass sich der konventionelle Großhandel bereits
gut auf die Bio-Nachfrage eingestellt hat: Trockenwaren, Molkereiprodukte
sowie Fleisch- und Wurstwaren aus ökologischem Anbau würden
bereits zu rund 30 Prozent über konventionelle Großhändler
bezogen.
Ein gutes Mittel, um das "Bio-Potenzial" in den Großküchen
der Gemeinschaftsverpflegung auszuloten, seien Sonderaktionen
mit einzelnen Bio-Zutaten oder kompletten Bio-Gerichten. 38 Prozent
der befragten Einrichtungen verwendeten einzelne Bio-Komponenten
im Rahmen von Aktionswochen, mehr als die Hälfte setzten
Zutaten aus ökologischem Anbau schon regelmäßig
ein.
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