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- 02.08.2004 -

 

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Solarstrombranche installiert mehr Anlagen

Nach Angaben der Solarindustrie werden in diesem Jahr in Deutschland deutlich mehr Solarstromanlagen errichtet als bisher erwartet.

(vv) - Die Unternehmensvereinigung Solarwirtschaft (UVS) korrigierte am Montag ihre Prognose für 2004 deutlich nach oben. Die Branche rechne nunmehr mit einem Marktwachstum auf rund 300 Megawatt, was in etwa einer Verdoppelung des Vorjahresvolumens entspreche. Der Verband führt die erfreuliche Nachfragesteigerung auf eine verbesserte Gesetzeslage und vereinfachte Finanzierungskonditionen zurück.

Die Umsatzerwartung der Branche für das laufende Jahr liegt den Angaben zufolge erstmals weit über einer Milliarde Euro, wovon hauptsächlich das Handwerk und rund 50 zumeist mittelständische deutsche Photovoltaikhersteller profitieren würden. Um der höheren Nachfrage gerecht zu werden, investiere die Industrie allein in diesem Jahr über 200 Mio. Euro in die Modernisierung und den Ausbau von Solarfabriken in Deutschland. Gekoppelt mit verstärkten Anstrengungen im Bereich Forschung und Entwicklung führe dies 2004 zu rund 5.000 neuen Arbeitsplätzen.

 


© Suntechnics

Photovoltaikanlage auf einem Einfamilienhaus

 

Fallende Preise für Solarstromanlagen

Trotz massiver Kapazitätsausweitungen seien vorübergehende Lieferengpässe allerdings unvermeidlich. Dies führe mitunter zu längeren Wartezeiten. "Wir arbeiten derzeit fieberhaft am Ausbau der Solarfabriken. Trotz einer Verdoppelung der Kapazitäten sind zahlreiche Hersteller bereits bis über den Jahreswechsel hinaus ausverkauft", so UVS-Geschäftsführer Carsten Körnig. Die EEG-Novelle garantiere jetzt aber endlich die nötige Planungssicherheit für langfristige Investitionen zum Ausbau heimischer Produktionskapazitäten. Körnig ist sich sicher, dass aus dem derzeitigen Boom ein nachhaltiges Wachstum hervorgehen wird.

Einige Solarkunden müssten sich deshalb also nur vorerst ein wenig in Geduld üben. Kleiner Trost dabei: Die zunehmende Massenfertigung werde mittelfristig zu stetig fallenden Preisen für Solarstromtechnik führen. Verbraucher, die erst in den nächsten Jahren eine Solaranlage erwerben, können dann nach Einschätzung der UVS trotz der leicht abgesenkten gesetzlichen Einspeisevergütungen vergleichbare Renditen wie heutige Bauherren erzielen.

"Wer aber schon heute auf Sonnenenergie setzen möchte, der sollte sich zunächst ein Solaranlage zur Trinkwassererwärmung zulegen", empfiehlt Körnig. "Bereits über 600.000 deutsche Eigenheimbesitzer haben erkannt, dass die Nutzung von Solarthermie die Abhängigkeit vom steigenden Ölpreis verringert und Lieferengpässe gibt es hier keine. Bei fachgerechter Installation können so 60 Prozent des Warmwasserbedarfs zum Duschen, Baden und Waschen solar gedeckt werden und der spätere zusätzliche Einbau einer Solarstromanlage ist in der Regel auch kein Problem."

 

 Mehr Informationen:

UVS

vista verde: Solarenergie

 

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