Carsharing: Für Wenigfahrer lohnt sich das Autoteilen am
meisten
Mehrere Hundert oder sogar Tausend Euro im Jahr
kann sparen, wer auf ein eigenes Auto verzichten kann und über
Carsharing-Anbieter bei Bedarf einen PKW mietet.
(vv) - Bei einem Test von 14 Carsharing-Anbietern aus großen
deutschen Städten machte die Stiftung Warentest jetzt überwiegend
gute Erfahrungen. Am besten schnitt dabei das Carsharing der Deutschen
Bahn ab.
Kein Fahrzeug zu bekommen, wenn man es braucht - das ist die
größte Sorge aller Autoteiler. Doch die Zeitschrift
"test" gibt in ihrer Juli-Ausgabe Entwarnung: Fast immer
bekamen die Tester ihr Wunschauto zum Wunschtermin - vor allem
bei stundenweiser Anmietung. Wer aber auf einen bestimmten Fahrzeugtyp
angewiesen ist oder an einem Ferienwochenende reisen möchte,
sollte sicherheitshalber frühzeitig buchen.
Die Fahrzeugübernahme klappte fast durchweg "gut",
die Angebotspalette vieler Firmen war erstaunlich groß.
Recht unübersichtlich und unterschiedlich wirken hingegen
die Preise der meisten Anbieter. Die Deutsche Bahn bietet jedoch
laut "test" übersichtliche und einheitliche Tarife
und erhebt, im Gegensatz zu den anderen Anbietern, keine Monatsbeiträge.
Für Wenigfahrer lohnt sich das Autoteilen
am meisten
Am günstigsten ist das Carsharing für PKW-Nutzer, die
deutlich weniger als 10.000 Kilometer im Jahr fahren und nicht
täglich auf ein Auto angewiesen sind. Außerdem sollten
sie in der Nähe eines Stellplatzes wohnen. Wird das Auto
nur hin und wieder für einen Tag oder ein Wochenende benötigt,
lohnt sich der Vergleich mit Mietwagenfirmen, besonders wenn diese
Sonderangebote anbieten, urteilt "test".
Im Bundesverband CarSharing (bcs) sind gut 70 deutsche Anbieter
organisiert. In über 250 Orten stehen für ca. 70.000
Menschen 2.500 gemeinschaftlich genutzte Autos zur Verfügung.
Diese Carsharing-Fahrzeuge würden nach Angaben des bcs 15.000
bis 20.000 private Pkw ersetzen und eine Reduktion um 215 Mio.
gefahrene Kilometer bewirken. Außerdem sei Carsharing ein
Beitrag zum Klimaschutz und reduziere den Flächenbedarf erheblich.
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